Projekt: HyruleZ






Schloss Ikana Die Geschichte beginnt

Längst vergessen sind die Ruinen im Königreich Hyrule, doch einige haben den Krieg überlebt. Vom Wald überwuchert kämpfen die Bewohner Ikana ums nackte überleben.
Wichtiges
  • Längst ist dieses Reich vergessen und todgeglaubt, doch der momenten Herrscher versucht alles, um es wieder aufzubauen.

Fünfter Zweig Seda (Elster)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Mittwoch 6. Januar 2016, 16:42

Vertieft in ein gutes Buch saß die junge Frau in ihrer kleinen Stube und horchte beiläufig dem Flüstern des Mauerwerks, als sich ein formloser Schatten aus der Wand stülpte und ihr die neusten Geschehnisse ins Ohr hauchte.
„Ein neues Gesicht im Schloss? Wie interessant… ein Orakel, welches sich um Narida kümmert?“
Seda schloss sanft das Buch und lehnte sich zurück. Sie hatte also Angst bekommen und stützte sich nun also auf übernatürliche Hilfe.
„Hoch interessant, ein Orakel… das könnte nützlich werden“, sprach sie zu sich selbst und schaute aus dem Fenster „und womöglich gefährlich. Wir sollten uns darum kümmern.“
In einer eleganten Bewegung erhob sie sich von ihren Sessel und schritt auf den Flur hinaus, gefolgt von ihren schier unsichtbaren Begleiter.
„Wir werden ihr ein Angebot unsererseits machen, mal schauen wie treu sie ist.“
Ihr Weg führte sie in ihr Gemach, in welchem sie eine Dienerin mit einem stummen Knicks begrüßte und mit gesenkten Haupt auf ihre nächste Aufgabe wartete,
„Schaut nach meinen Kindern und sagt mir anschließend wie es ihnen geht.“, befahl sie, nur um die Frau loszuwerden. Natürlich wusste sie bereits wie es ihnen ging, besonders erfreute sie die Entwicklung von Theor und dass er begann seine eigenen Pläne zu schmieden, anscheinend entwickelte er endlich so was wie ein Hang zum Leben. Gut so, den würde er noch brauchen, wenn er seinen Verstand nicht verlieren wollte. Sorgen bereitete ihr nur der Einfluss welchen Loher und Lelas auf ihn ausübten. Es würde doch nicht wirklich so weit kommen das die Drei zusammen fliehen, dass würde ihren Plänen einen derben Dämpfer verpassen, dass Link weg war, war schon problematisch genug und selbst Ganondorf hatte sich ihres Blicks entzogen! Ihre Schatten vermochten es nicht die kleinste Spur der beiden zu finden… sie hatten wohl kaum die Götter auf ihrer Seite. Den Gedanken abschüttelnd setzte sich an ihren Sekretär und begann einen Brief an das Orakel zu schreiben.


Verehrtes Orakel Romana,

Sie sollten sich ganz genau überlegen auf welcher Seite sie stehen. Gerade weil sie die Zukunft kennen, sollte ihnen bewusst sein, dass sie auf der Seite der Verlierer stehen.
Kommen sie morgen Nacht, wenn der Mond am Zenit steht in den Schlossgarten zum alten Baum, wir beide haben ein, für beide Seiten, sehr interessantes Gespräch zu führen.

Hochachtungsvoll
Ihre einzig wahre Königin.



Sie würde ganz gewiss nicht in dem Brief verraten wer sie war und sollte das Orakel nur über einen Hauch von Magie verfügen, so würde sie schon sehen wer sie morgen Nacht erwartete.
Den Brief drückte sie ihren Schatten in die Hand.
„Stell den zu wenn niemand dich bemerken kann“.
Mit einem Nicken machte sich der Schemen auf seinen Weg.
Sedas Blick glitt zum Fenster, ob es wohl Melina schaffen würde? Narida jedenfalls war für ihren Frevel des Todes, niemand stellte sich in ihren Weg ohne dafür zu büßen.
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Vierter Zweig Narida (Elster)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Mittwoch 13. Januar 2016, 16:21

Einen männlichen Gefährten sollte sie sich suchen… mit Glück jedoch nicht finden!
Wie konnte man solch etwas abartiges von ihr verlangen? Alleine der Gedanke den Akt mit einem Mann zu vollführen brachte sie zum Würgen. Ein jeder Mann an diesem Hof war ein Schwein, Unrat welchen es galt zu entsorgen! Konnte man nicht einfach den Samen eines Mannes in sich einpflanzen ohne ihn … sie fröstelte, das würde gewiss gehen und, es war ja auch nicht ao interessant mit wem Link da eigentlich unterwegs war.
Eigentlich war ihr Link sowieso gleichgültig, er war nach Hyrule unterwegs und somit aus dem Rennen, der würde sich gewiss hier nicht mehr blicken lassen, nicht nachdem was sie ihm angetan hatte. Zumindest wenn er klug war, er hatte eh keine Chance den Thron jemals zu besteigen, dafür war er mental nicht stark genug und auch nicht bereit dazu mit allen Mitteln zu kämpfen.
Seufzend nahm sie in ihren Zimmer platz nachdem ihre speziellen Diener es gründlich gereinigt und wieder hergerichtet hatten. Die Sonne war längst unter gegangen und sie sichtlich müde und erschöpft. Lange dauerte es nicht, bis sie einschlief.

Der nächste Morgen graute als sie eine ihrer Dienerinnen sanft weckte und ihr dann beim Ankleiden zur Seite stand. Ihr erster Weg führte sie zu dem Orakel, welches beiläufig einen Brief bei Seite legte, so beiläufig, dass es Narida nur kurz achtete.
„Guten Morgen euer Hoheit, habt ihr euch entschieden ob ihr bereit seid den Preis zu zahlen?“, fragte Romana und legte ihre Beine übereinander.
„Das habe ich in der Tat, ich bin nicht bereit diesen Preis zu zahlen, es gibt andere Wege dies zu bewerkstelligen.“, antwortete Narida entschlossen.
„Wenn ihr das sagt“, entgegnete Romana.
Narida nickte und verließ das Zimmer und machte sich auf in das Speisesaal, wo sich langsam der Abschaum ihrer Familie versammelte. Jeden Tag ein und der selbe Anblick…
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Orakel Romana (Elster)

Beitragvon Volk von Ikana » Mittwoch 3. Februar 2016, 22:26

Das Orakel hatte sich in ihren Ohrensessel gemütlich gemacht und starrte zur Decke, unter welcher der Qualm ihrer Zigarre hing. Dieses dumme Mädchen, sie hatte nicht einmal den Hauch einer Ahnung in was für einer gigantischen Gefahr sie mittlerweile schwebte. Natürlich war Romana die Zukunft nicht unbekannt, aber es gab immer mehrere Wege. War sie sich gestern noch sicher gewesen die Prinzessin auf den Siegespfad geleiten zu können, so sicher war sie sich nun sicher, dass die Kleine vermutlich ein bitteres Ende finden würde. Noch einmal lass sie den Brief, welchen eine der Königin an sie gesendet hatte. Er ließ keine Zweifel offen, ebenso wenig die Karten welche vor ihr lagen. So eine Schande, wenn das stimmte, dann nährte sich Ikana gerade einer sehr düsteren Zukunft. Gut, mit der Prinzessin an der Spitze wäre es nicht wesentlich besser gewesen. Einen tiefen Zug nehmend legte sie ihren Kopf in ihre verbliebene Hand. Es war ihr durchaus noch möglich ihren eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das Opfer dafür würde jedoch das Leben der Prinzessin werden. Sei es drum, einer weniger von diesen Missgeburten.
Noch einmal legte sie ihre Karten, es gab da immer noch diesen selben Faktor der alles ändern konnte, nicht jetzt, sondern in ferner Zukunft. Dieser Faktor vermochte es auch ihren Tod zu besiegeln… aber was genau diesen Faktor ausmachte, das konnte sie zum jetzigen Zeitpunkt beim besten Willen nicht sagen.
Seufzend stand das Orakel auf und begab sich zum Fenster und blickte zum Wald rüber.
So viel Streit um so wenig Land… kaum zu glauben.

Die restliche Zeit des Tages verbrachte sie damit das Schloss zu erkunden. Es war wesentlich größer als es anfangs den Anschein gemacht hatte. Ein äußerst imposantes Gebäude… mit vielen Möglichkeiten für Fallen und Hinterhalte. Hier war es wirklich ein Leichtes jemanden zu überfallen. Jedoch interessanter als Gemäuer selbst waren die Geschichten welche es zu erzählen hatte, oder eher die Schnattermäuler die es beherbergte. Gerüchte die ihr nur so das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Mordanschläge, die ersten Toten und Gerüchte aus vergangenen Tagen. Vermutlich wäre ihr Angst und Bange wenn sie nicht über ihre Gabe verfügen würde. So jedoch belächelte sie die Unwissenden, zu einem späteren Zeitpunkt würden ihre Künste ihr schon verraten was hier die Wahrheit war und nicht mehr war als dummes Geschwätz.
Nach ein paar Stunden beendete sie ihren Rundgang im Innenhof des Schlosses. In einer halben Stunde würde man sie hier erwarten und der Schleier, welcher die Zukunft verdeckte, wurde von Minute zu Minute durchlässiger. Sie würde also auf Königin Seda treffen, unerwartet aber mehr als interessant… eine willkommene Wendung in diesem Spiel auf Leben und Tot.
Wissend legte sie ihre Beine übereinander, dieser Weg würde großes für sie bereithalten.
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Fünfter Zweig (Seda)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Mittwoch 22. März 2017, 13:34

Wie ein Schatten schlenderte sie durch die dämmrigen Gänge des alten Gemäuers. Ihre Schatten hatten ihr längst von den jüngsten Ereignissen berichtet. Ein Lebenslicht nach dem anderen war im Bergriff zu erlischen. Eines dieser Lichter würde wohl dem dritten Zweig angehören. Ein sanftes Lächeln umspielte ihre roten Lippen, eine Seele weniger welche ihren Weg blockieren würde. Doch was bot ihr dieser Weg? Theor auf dem Thron? Wenn der Junge sich nicht ändern… nicht stärker werden würde, so würde sie ihren eigenen Sohn beseitigen müssen. Sie brauchte jemanden auf dem Thron, der ihn auch zu halten vermochte. Es half alles nichts, ihr Sohn würde sich einigen Prüfungen unterziehen müssen, Prüfungen die ihn in den Augen seines Erzeugers als würdig erweisen würden. Schmerz war bekanntlich ein guter Lehrmeister… Angst ein guter Gefährte und der Überlebenswille würde ihn weiter drängen. Blieb nur zu hoffen das Theor über solch einen Willen verfügte.

Das Klacken ihrer Absätze hallte in den Fluren wieder und verkündete ihre Ankunft in dem kleinen Innengarten, dessen Schnee ihre Anwesenheit verstummen ließ. Gleichgültig zog sie ihren Umhang enger. Sie war alleine, keine Wache, kein nervender General und keine Leonora die mit ihrer Anwesenheit die Umgebung verpestete. Leonora… sie lächelte sanftmütig. Sie war am leiden, ihre jüngste Tochter kämpfte mit dem Tod… mehr denn je. Es war eh immer nur eine Frage der Zeit gewesen, aber nun stand sie vor der Tür und war im Begriff sie endlich zu öffnen. Nicht dass das gesamte Schloss bereits damit gerechnet hatte, dass die Kleine bald sterben würde. So jedoch hatte niemand damit gerechnet, an eine Tür war sie genagelt worden. Ihr Gatte wäre vielleicht erbost darüber gewesen, oder … nein, es wäre ihm vermutlich egal gewesen. Melina war wertlos, dass wusste jeder. Man konnte sie mit niemanden vermählen, noch war sie stark oder in irgendeiner Form besonders. Es wäre sinnvoller gewesen sie einfach in einem Fluss zu ertränken nachdem ihre Krankheit bekannt geworden war.

Noch ein paar Minuten stand sie in der Kälte des Gartens, als endlich die ersehnte Person sich zu ihr gesellte. Das also war das Orakel… Romana. Seda musste zugeben, die Frau umgab ein Mysterium.
„Es freut mich das Sie es einrichten konnte“, sprach sie mit einer Wärme in ihrer Stimme, welche Romana deutlich schaudern ließ.
„Wir haben viel zu besprechen.“
Oh ja und am Ende dieses Gespräches würde eine Seele ihr Ende finden, die Frage war nur… wer würde es sein?
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Orakel Romana (Elster)

Beitragvon Volk von Ikana » Donnerstag 23. März 2017, 13:24

Da stand sie nun also, die unterschätzte Königin.
Seda… eine unauffällige Frau… jung und schön… und gesegnet mit einigen Kindern. Den Gerüchten zufolge liebte sie ihre Kinder, doch stimmte das wirklich? Sicher konnte man sich gewiss nicht bei dieser Person sein und ihre Gabe hatte ihr das auch noch nicht offenbart.
„Es freut mich das Sie es einrichten konnten“, sprach die Königin mit warmer Stimme. Warm, als ob, Romana lief ein eiskalter Schauer den Rücken herunter. Wie konnte eine Stimme nur so warm klingen und doch so kalt sein?
„Wir haben viel zu besprechen.“
Romana musste schwer schlucken. Zwar war ihr klar, dass sie hier nicht zum Vergnügen war, aber sie schien immer noch die Situation unterschätzt zu haben.
„Gewiss“, antwortete Romana mit fester Stimme und das Lächeln auf den Lippen von der Königin war nicht zu übersehen.
„Schön das wir uns einig sind“, entgegnete die Königin weiterhin lächelnd und kam ein paar Schritte näher auf sie zu.
„Wissen Sie… Orakel, mir sind ein paar Informationen zu Ohren gekommen, Informationen die ich nicht sehr erfreulich finde.“ die Königin ging um sie herum und schien sie von jeder Seite zu mustern.
„Es geht um den Grund warum ich hier bin, nicht wahr?“ erkundigte sich Romana vorsichtig.
„Hier am Schloss, gewiss. Sie arbeiten für eine kleine Göre, nicht wahr? Versuchen Sie es erst gar nicht vor mir zu verheimlichen. Innerhalb dieser Mauern entgeht mir schier nichts.“
„Und wo ist das Problem? Ich arbeite für wen ich will.“ antwortete Romana ernst. Sie musste aufpassen was sie sagte, aber sie durfte sich auch nicht gleich der Königin an den Hals werfen. Das sie nicht mehr bei Narida bleiben konnte, das war ihr längst bewusst.
„Das Problem ist, dass ein unwichtiger Wurm versucht aufzumucken.“ antwortete die Königin kalt „Und sie wagen es ihr zu helfen. Narida hat keine Chance… das sollten sie wissen. Ich werde sie beseitigen, sehr bald und wenn sie überleben wollen, dann sollten sie die Seiten wechseln. Jemanden wie sie kann ich gebrauchen… aber es muss nicht sein. Wenn sie nicht für mich arbeiten wollen, dann werden sie sterben, so einfach ist das.“
Romana lächelte, es war ein falsches Lächeln. Diese Lage… die Königin spielte mit offenen Karten als hätte sie rein gar nichts zu befürchten.
„Und Sie glauben sie können hier im Schloss einfach so schalten und walten wie es Ihnen gefällt?“ warf ihr Romana vor.
„Wer sollte mich aufhalten? Der König? Er ist nicht hier. Leonora… nicht in ihren jetzigen Zustand. Loher oder Lelas? Das glauben Sie wohl selber nicht… irgendein Mitglied des vierten Zweiges? Das ich nicht lache. Niemand verdächtigt mich und wenn… wer würde dieser Person schon glauben?“
Wo die Königin recht hatte. Seda galt als die harmlose Königin, eine Königin die nur an ihren Überleben interessiert zu sein schien. In einer perfiden Art und Weise glich sie dem jungen König… und in erschreckender Weise dem erwachsenen König noch mehr. Diese Frau, sie würde ihren Spaß daran haben über Leichen zu gehen.
„Ich verstehe“, entgegnete Romana matt „leben oder sterben, das sind die Optionen welche ich habe. Doch wer vergewissert ihnen, dass ich nicht hinter ihren Rücken Intrigen spanne?“
„Ich wäre enttäuscht wenn Sie es nicht tun würden Orakel, doch was würde es ihnen nützen?“, ein Schatten tat sich hinter der Königin auf und Romana musste einen Schrei des puren Entsetzens unterbinden.
„Eine falsche Bewegung, ein falsches Wort… oder auch nur das Anzeichen von Verrat und die Dunkelheit selbst wird sie holen.“
Starr vor Angst blickte das Orakel von den personifizierten Schatten. Eine Gestalt die entfernt der Königin ähnelte… war das ein Phantom? Wesen wie diese… sie hatte von ihnen in Legenden gehört. Eine alte, finstere Kunst. Bei den Göttern, was für eine Kraft die Königin haben musste!
Romana ging auf die Knie „meine Königin...“ ihre Stimme zitterte „es ist mir eine Ehre euch dienen zu dürfen.“
Das noch jemand zu so etwas in der Lage war! Woher hatte sie dieses Wissen?
„Sehr schön“, entgegnete die Königin gelassen „dann bringen sie Narida um, ich habe keine Lust mit die Finger schmutzig zu machen.“
„Zu Befehl meine Königin.“ … es war nur eine Frage der Zeit bis sie für die Königin überflüssig sein würde.
Einzig die anderen zu warnen… das blieb ihr noch übrig, doch wie?
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Vierter Zweig Narida (Elster)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Freitag 24. März 2017, 14:03

Der Tag war dahingeflossen wie zäher Honig. Kein Bericht von Romana und kein seltsames Verhalten seitens ihrer Geschwister. Einzig und allein das Gerücht um einen schrecklichen Vorfall mit ihrer Halbschwester Melina verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Was genau geschehen sein soll, dass schien totgeschwiegen zu werden. Vermutlich war das Mädchen eh schon gestorben durch einen ihrer Halbbrüder. Mit den Schwachen anfangen, dass sah denen doch ähnlich! Wenn sie das weiterhin richtig deutete, dann schlugen sie damit zwei Fliegen mit einer Klappe… Leonora würde damit auch geschwächt werden.
Warum konnten diese schwanzgesteuerten Individuen das nicht einfach unter sich ausmachen?

Nachdenklich streifte sie durch die Gänge des Schlosses. Wenn sie weiterkommen wollte, dann würde sie Loher und Lelas erledigen müssen. Jedoch… vielleicht sollte sie aber erst einmal Leonoras Blagen beseitigen… nein, in diesem Zweig lebte eine ihrer Halbschwestern und diese würde sie sich bis zum Ende aufheben. Ach nein, das würde nur auf sie aufmerksam machen! So sehr es sie auch schmerzte, sie durfte niemanden verschonen und… was war mit Link? Er durfte nicht wiederkommen, er würde ihren ganzen Plan ruinieren!
Ach so ein Mist… sie sollte wirklich mit denen anfangen die noch unter den Schutz von jemanden standen. Das wäre dann Elras… und seine Schwester. Dann der fünfte Zweig… Theor und Konsorten… und dann Loher und seinen Bruder. Niemand würde den beiden helfen. Ja, so würde sie es machen. Blieb nur zu hoffen das sie von ihren eigenen Geschwistern nichts zu befürchten hatte, nicht das sich ihr eigener Zweig gegen sie auflehnen würde.

Ohne zu merken wohin sie ihre Füße trugen erreichte sie den Innengarten des Schlosses und blieb erschrocken stehen. Waren das dort Seda und… Romana? Was hatte ihr Orakel mit der Königin des fünften Zweiges zu schaffen? Langsam schlich das Mädchen in den Schatten ein wenig näher an die beiden Gestalten heran. Zum Glück schienen sie so in ihr Gespräch vertieft zu sein das man sie nicht bemerkte.

Mit gespitzten Ohren hockte das Mädchen in der Kälte und lauschte den Worten der beiden Frauen. Ihre Lippen waren schon blau … und ihr Gesicht schneeweiß vor angst. Die Worte welche an ihre Ohren drangen. Niemand würde ihr das glauben… Seda… war im Begriff sie umbringen zu lassen, durch die Hände ihres Orakels! Dazu kam auch noch diese Schattengestalt. Kaum zu glauben das man sie noch nicht bemerkt hatte, vielleicht war dies auch nur ein Wunschdenken. Bei den Göttern, jemand musste dieser Person das Handwerk legen! Aber wie sollte sie das anstellen? Ihr Ass im Ärmel war gerade zum Feind übergelaufen. Unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen harrte sie weiter in der Kälte. Die beiden Frauen, sie trennten sich. Was nur sollte sie jetzt machen? Das Orakel würde herausfinden wo sie sich befand, spätestens wenn sie ihre Kräfte einsetze und Seda… ihre Schattengestalt… sie würde wer weiß wozu in der Lage.
Verdammt… war sie gerade Schachmatt gesetzt worden? Nein, sie wollte hier nicht sterben. Aber lag das noch in ihrer Macht dies zu entscheiden.
In ihrer Macht… was sie noch tun konnte war die anderen zu warnen… und ihnen zu sagen das Link noch lebte. Irritiert schüttelte Narida mit dem Kopf, woher kam dieser seltsame Gedanke an Link? War es weil sie ihm es nicht gönnte weiter zu leben? Irgendwas in ihr sagte, das jemand bestimmtes wissen musste das ihr Halbbruder noch lebte… aber das war doch absurd. Wen sollte schon das Leben einer so jämmerlichen Kreatur interessieren, außer Ganondorf, welcher eh verschwunden war. Das war doch zum verrückt werden! Ein drohender Tod konnte einen wirklich auf die absurdesten Gedanken bringen.
Nachdem die Luft rein war begab sie sich in die große Bibliothek aus welcher sie einige Pergamente sowie eine Feder und ein Tintenfass entwendete. In ihr schrie einfach alles danach gewisse Informationen nieder zu schreiben. Doch wem sollte sie diese am Ende geben? Ihrer Mutter? Einer anderen Mutter… einer ihrer Schwestern?
Ihr Weg führte sie in einen der Ställe beim Schloss. Hier würde sie alles niederschreiben… und dann, dann würde sie weiter sehen.

Meine letzten Worte…
Mit ist klar das dies jetzt mehr als dramatisch klingt, doch es ist sehr wahrscheinlich das ich den nächsten Morgen nicht mehr erleben werden. Ich, Narida Dunkelschwert werde sterben durch die Hand von Seda Dunkelschwert… der Königin des fünften Zweiges. Diese Frau ist eine alte Hexe… eine Schwarzmagierin, die vor hat von hinten das Feld aufzuräumen. Ich weiß nicht einmal ob diese Schriftstücke in ihre Hand geraten werden, aber für die kleine Chance das dies nicht der Fall sein wird… werde ich hier alles niederschreiben was ich weiß!


Ich möchte am Anfang beginnen, vor wenigen Tagen habe ich den Auftrag gegeben Link entführen zu lassen und ihn in den Kerker des Schlosses sperren zu lassen. Nicht den normalen Kerker sondern jenen welchen nur Vater kennen sollte… ein Ort wo er jämmerlich hätte verrecken sollen.
Ihr kennt meine Einstellung zu Jungs… er hätte es durch seine bloße Existenz verdient und doch, er konnte entkommen und ist nun auf dem Weg nach Hyrule und er ist nicht alleine.
Die Götter mögen wissen was er dort vor hat. Vielleicht wusste er, dass er hier nicht überleben würde. In diesem Punkt muss ich leider anerkennen das er klüger war als ich. Ich dachte ich könnte die Welt erobern und nun sitze ich hier und erwarte meinen Tod durch meine einzige Vertraute. Das Orakel Romana, traut ihr nicht, sie hat sich Seda angeschlossen.
Der Kampf um den Thron… ich erkläre ihn mit meinem Tod als offiziell eröffnet. Vater wird gewiss traurig sein das er den Anfang verpasst… elender Mistkerl!


Wenn jemand mir noch einen Wunsch erfüllen möchte… tötet meine Mörderin! Rächt mein Ableben… dieser Kampf wird mit unfairen Mitteln geführt und wenn ich es mir erdreisten darf, beseitigt Seda!

Narida starrte auf das Pergament und nahm ein Zweites hervor.
Selber konnte sie kaum glauben was sie gerade schrieb.

Link, sollte das hier jemals dich erreichen. Ich bin der festen Überzeugung das Richtige getan zu haben. Du bist frei… und kannst leben. Ich beneide dich so sehr darum.
Lebe dein gottverdammtes Leben und komm niemals wieder nach Ikana, nicht wenn Leonora oder Seda die Macht an sich gerissen haben.
Dieses Land ist dem Untergang geweiht und jeder der auch nur über einen Hauch Verstand verfügt sollte die Flucht ergreifen.


Sie wartete bis die Tinte getrocknet war und stand dann auf. Diese Schriftstücke, sie würde sie an einem Ort verstecken wo so schnell niemand nachschauen würde. Ihr Weg führte sie zu den Gemächern des ersten Zweiges und legte sie dort unter das Bett von Link.
Hoffentlich würde sie dort die richtige Person finden. Schnellen Schrittes verließ sie die Gemächer und eilte die Flure entlang. Es war noch mitten in der Nacht.
Ihre letzte Chance war die Flucht… versuchen konnte man es ja einmal… in den Wald, dorthin wo Link geflohen war. Der Thron war ihr Leben einfach nicht wert.
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Theor (Vyserhad)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Dienstag 27. März 2018, 11:54

Mühsam pulte Theor die Bohnen aus der Schote der Wundererbse und knabberte sie glücklich, während er durch den Palast stromerte. Nicht, dass er glücklich wäre, dafür war in letzter Zeit zu viel geschehen, was keiner ahnen konnte. Eigentlich wollte er nie sich mit dem gesocks seiner Familie abgeben, doch nun schien ihm keine Wahl zu bleiben. Sein Glück war, dass er kein direkter Erbe war und dennoch musste sich jeder nun Gedanken um sein leben machen.
Daher hatte er beschlossen an dem Intrigenspiel teilzunehmen.Loher und Lelas waren auf seine Seite - scheinbar. doch er würde sich ihnen nicht beugen - sobald Link wieder da wäre, würde er ihm das Spielfeld überlassen. Bis dahin bereite er es ihm vor. Doch nicht seine Altergenossen der Familie waren das Problem, sondern die Königinnen. Also suchte er jene auf, die immer mehr an Einfluss zu gewinnen schien.
Romanas Gemach war in der Nähe von Naridas Zimmer. Ein seltsames Mädchen, aber wer war das nicht in dieser Familie. Gendankenverloren aß er die nächste Wunderbohne.
Er klopfte an der Tür, doch keiner öffnete. Also betrat er das Zimmer ohne Erlaubnis. Romana saß dort seelenruhig. "Ich habe dich erwartet." Er erwiderte ohne zu wissen woher der Mut dazu kam: "Genau das würde ich jetzt auch sagen". Sie lachte leise. "Ich weiß was du willst, doch ich weiß auch, dass du das nicht bekommen wirst - dazu ist deine Familie... " sie stockte, scheinbar wollte sie ihm gegenüber das nicht aussprechen. Also tat er es. "verdorben? Jjaaa" zog er lang. "das passt genau. Ich will verhindern, dass sich alle die Köpfe einschlagen - und ich will, dass du dich da heraushälst. Als wenn nicht alles schon kompliziert genug wäre." "Auch ohne mich wird alles in Blut und Tränen enden." Mehr sagte sie nicht. Wütend aß er eine weitere Bohne. "Vielleicht könntest du König werden?" Als wenn er das wollte. "Konig ist mein Vater, Erbe sein Sohn des ersten Zweiges - so wird es bleiben. Uns die Köpfe einzuschlagen, wird nichts helfen." Romana seufzte. "Vielleicht kannst du dein Ziel erreichen. Aber dazu musst du mit deinen Geschwistern zusammenarbeiten. Nur gemeinsam und mit Magie seid ihr dem Tode gefeit." Dann wandt sie sich ab.
Theor ging wieder, aufgewühlt. Er musste weiter. Er traf sich mit Loher und Lelas, die sich um die Wache gekümmert hatten. Er wollte wissen, was sie herausgefunden hatten - und dann würde er wohl weitere verbündete suchen müssen. Und er sollte mal die Bibliothek aufsuchen. Er seufzte, wobei ihn der Saft einer Wundererbse aus dem Mund lief. er wischte sich den Mund mit einem Ärmel und ging zu de Treffen.
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Orakel Romana (Elster)

Beitragvon Volk von Ikana » Donnerstag 29. März 2018, 19:56

Gedankenverloren schwenkte sie das Glas, in welchem sich die blutrote Flüssigkeit drehte. Wein… und das recht hochprozentig. So weit war es nun also schon gekommen, sie ertränkte ihren Frust in Wein. Sie warf einen gequälten Blick zu ihrer Zigarette, welche nur noch ein Häufchen Asche war.
Ohne eine Bezahlung zu fordern hatte sie Theor geholfen, zumindest es versucht. Doch würde diese Information etwas nützen? Seiner Bitte konnte sie nicht nachkommen, dann würde sie sterben und, nun ja, nichts lag ihr ferner als das! Ein Leben für ein anderes Leben… das war der Preis welchen sie zahlen musste. Doch, es war unklar ob sie sofort danach beseitigt werden würde. Ihr Blick fiel auf ihre Karten. Wenn sie diese richtig deutete, so blieb ihr noch ein wenig Zeit, würde sie den Mord begehen. Vielleicht genug Zeit um der Königin ein paar Steine in den Weg zu legen und den anderen Kindern zu helfen. Das jedoch würde nur funktionieren, wenn sich die Kinder verbündeten… und das war leider sehr anzuzweifeln.
Das Orakel erhob sich und steckte ein Messer ein… Narida war dabei in den Wald zu fliehen. Leider würde die Kleine niemals dort ankommen. Es tat ihr schon in der Seele weh. Doch… dieses Opfer musste gebracht werden, damit die anderen mehr Zeit bekamen, damit die Unbekannte in ihrer Rechnung eintreffen konnte… und vielleicht Ikana noch eine Chance bekommen würde.
„Verzeih mir Kind“ sprach sie leise zu sich selbst und ging dann los ihren Auftrag zu erledigen.
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Zweiter Zweig Loher (Elster)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Donnerstag 29. März 2018, 20:24

Sie hatten sich also für das Kämpfen entschieden. Es war Theor gewesen, welcher diesen waghalsigen Schritt zuerst gegangen war. Angeblich hatte er eine Idee, wie er sie retten konnte, wenn es denn gut gehen würde. Blieb nur zu hoffen das der Kleine Dauerfutterer wirklich eine gute Idee hatte. Während sein kleiner Bruder Lelas sich schon einmal in die Bibliothek verzogen hatte, schlich er nun durch die Gänge des Schlosses… den Wachen hinter her. Es blieb ihm nur zu hoffen, dass die Wachen wie eh und je unzuverlässig waren. Er betete innerlich zu Twinmold, dass sie doch endlich plaudern würden.

Es waren bestimmt fünf Stunden verstrichen, da fand er endlich ein Wachenpaar, das redselig war.
„Hey… das von der kleinen Prinzessin gehört?“ fragte Wache eins, ihre Uniform war leicht dreckig und sie hielt eine Weinflasche in der Hand. Trinken im Dienst, dreckiges Erscheinungsbild… normalerweise hätte er diese Wache zur Rede gestellt, so ein Auftreten am Hofe des Königs war mehr als unangemessen!
„Klar… hehe… eins weniger“, lachte die zweite Wache hämisch. Sie war groß… muskulöse und wirkte recht adrett.
„Pssst! Dich hört noch jemand“, ermahnte ihn die erste Wache zur Stille.
„Zu dieser Zeit, in diesem Trakt? Eh, hier kommen nicht mal die Ratten zum scheißen vorbei! Ich kann hier so viel labern wie ich will!“
Bei den Worten pochte zwar nervös eine Ader über Lohers rechten Augen, aber er ermahnte sich selbst zur Ruhe. Er konnte hier vielleicht wirklich ein paar wichtige Informationen abgreifen.
„Weißt du eigentlich was passiert ist?“, erkundigte sich die erste Wache, mit einem deutlichen Grinsen im Gesicht „warte, ich sags dir. Das kleine Blag von der Königin des dritten Zweiges wurde an das Schlosstor genagelt.“
„Ich weiß“, antwortete die zweite Wache kalt „doch… sag mein Freund, woher weißt du das?“
„Ich habs vom Eddi gehört, der hat mit Peter gesprochen, der mit der Magd Sophie in der Kiste war, beim Orgasmus soll sie es rausgestöhnt haben, die Ablenkung sei jeden Rubin wert gewesen! Kannste dir das vorstellen? Sophie hat ihn abgelenkt dafür… und er hätte es auch so getan meinte Eddi… alter… ich kanns voll“ er brach mitten im Satz ab, als er stumpf zu Boden fiel.
Die zweite Wache schaute angeekelt auf die Labertasche herunter „widerlich, wegen Leuten wie euch geht der ganze Plan noch den Bach runter.“ er wischte seine Klinge, mit welcher er den Hals der anderen Wache durchschnitten hatte, an dessen Uniform ab „bäh, immer noch nicht sauber“ und steckte die Klinge weg.
Bevor er weiter ging, schaute sich diese Wache noch einmal aufmerksam um… „und ich dachte ich hätte eine Ratte gehört…“.
Wie wild pochte Lohers Herz als er sich aus der Nische zwängte, in welcher er sich gepresst hatte. Er musste unbedingt zu seinen beiden Brüdern! Doch… er beeilte sich nicht, lies sich nichts anmerken, dabei schlotterte er innerlich.
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Zweiter Zweig Lelas (Elster)

Beitragvon Königsfamilie von Ikana » Samstag 31. März 2018, 20:33

Zwischen staubigen Büchern und Pergamenten hatte es sich der Junge auf einem alten Schemel gemütlich gemacht. Zu gerne nur hätte er sich auf einem der einladen wirkenden Ohrensessel niedergelassen, doch traute er nicht einmal mehr dem Frieden der Bibliothek. Dieser Ort war einst sein Hort gewesen, ein Hort des Wissens, der Ruhe und des Friedens. Kaum einer seiner Geschwister verirrte sich hier her. Nur ab und an hatte er Link oder eines der Mädchen des vierten Zweiges hier getroffen, doch Terrorstifter wie Elras mieden Orte an welchen man seinen Kopf benutzen musste. Doch nun war kein Ort mehr sicher und so war es klüger sich zu verstecken. Ob es etwas brachte? Das vermochte er wirklich nicht zu sagen, aber er fühlte sich besser dabei.
Auf seinem Schoß hatte er ein Pergament liegen, welches er zwischen vielen anderen gefunden hatte. Es behandelte in kurzen Sätzen die Geschichte seiner Familie… zu Zeiten seines Vaters. Es war interessant zu lesen, das Vater eher unbedeutend gewesen war, das zehnte Kind. Zudem, auch er hatte seine Mutter früh verloren, wie er selbst… oder Link. Anscheinend war es ein Schicksals welches viele Erben von Ikana teilten. Leid, Einsamkeit… und keine Liebe erfahren zu dürfen.
Lelas rollte das Pergament wieder zusammen und schaute zu der kleinen Kerzen neben sich. Trotz des Schicksals das sie alle teilten, waren sie doch alle Grund verschieden. Der eine arrogant, der nächste naiv… einer änderte sein Verhalten, der nächste sah es nicht ein. Er selber musste, um überleben zu können, seine Eitelkeit bei Seite schieben. Die Zukunft hielt nichts für einen Narren bereit, der nur sich selbst sah und dachte er sei allmächtig, nur weil er den Segen der Magie erhalten hatte.
Jedoch, die Zukunft war für den gemacht, der wusste wie er andere zu benutzen hatte. Er würde mit Loher und Theor zusammen arbeiten, so lange sie ihm nützlich waren. Sechs Augen sahen mehr als zwei und so lange er wusste, dass die beiden Naivlinge ihm nicht in den Rücken fallen würden, nun so lange konnte er sich in ihrer Nähe entspannen. Niemand würde so dreist sein und gleich drei Erben auf einmal ausschalten. Wie würde das auch aussehen? Intrigen waren schon immer das Mittel der Wahl seiner Familie gewesen, es war einfach zu schön die anderen gegeneinander auszuspielen. Doch… was auch immer hier gerade geschah, es war anders… und doch gab es diese Intrigen. Diese mussten weiter gewoben werden, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.
Er griff nach einem Buch aus dem Regal und hoffte nun endlich Informationen zum Erbrecht zu finden. Schon zu viele Stunden waren vergangen wo er sich durch etliche Bücher gewälzt hatte, welche bereits einen kleinen Turm neben ihm bildeten. Irgendwo musste doch etwas stehen und doch, endlich schien er ein vielversprechendes Werk in den Händen zu halten.
Nach etwas längerem Suchen in dem Werk fand er dann auch endlich eine Beschreibung, welche zu ihrer Situation passte.

Das Hausrecht liegt bei dem König, im Falle seiner Abwesenheit fällt es auf die erste Königin, sollte es nicht an eine andere Königin abgetreten worden sein.

So ein Mist! Diesen Zeilen zufolge lag es wirklich bei Leonora!

Eine Ausnahme stellt die Situation dar, in welcher die gewählte Königin nicht mehr in der Lage ist, diesem Recht nachzukommen. Sei es durch ihr Ableben, Krankheit oder auch einer schlechten geistigen Verfassung. In diesem Fall fällt das Recht auf die Königin des höchsten Zweiges, es sei denn ein Kind eines höheren Zweiges hat bereits die Volljährigkeit erreicht.

Sie mal einer an, in diesem Falle dürfte es dann also die Königin des vierten Zweiges sein. Leider war noch nicht einmal Link volljährig. Hm, wie oft es wohl überhaupt zu diesem Punkt gekommen war? Wie oft erreichte wohl ein Erbe die Volljährigkeit, wenn er nicht König war? Er für seinen Fall würde alle seine Geschwister umbringen lassen, sobald er König war, es bestand ja immer noch die Chance, dass ihn jemand umbringen könnte.
„Hey Bruder…“ Loher stand neben ihm und starrte auf ihn runter „hörst du mir nicht zu?“
Lelas erschrak zu tief, er war unaufmerksam gewesen, diese Situation hätte sein Ende sein können!
„Himmel… Theor ist auch schon da… wir wollen unsere weiteren Schritte planen.“
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Königsfamilie von Ikana
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