Projekt: HyruleZ






Die verlorenen Wälder Wald im Osten

Eine natürliche Grenze bildend stehen diese magischen Wälder für Standfestigkeit. Der Reisende sollte sich nicht narren lassen, viele Waldgeister führen den Unbescholtenen in die Irre - auf dass er nie den Wald verlasse.
Wichtiges
  • Ikana hat einen Herscher, der alles daran setzt, das untergegangene Reich wieder aufzuhelfen.
  • Die Wälder sind gefährlich wie eh und je.

Beitragvon Synola » Dienstag 23. Oktober 2018, 21:59

Stunde um Stunde verging und dennoch fanden sie kein Lebenszeichen der Kinder oder des Waldgeistes. Das war doch zum verzweifeln. Hatte der Waldboden sie verschluckt oder eine grauenhafte Kreatur? Womöglich hatten die Kinder sie gar ausgetrickst und sind gen Osten gelaufen, nur um dann später gen Westen zu gehen. Ob sie überhaupt so weit gedacht hatten?
Seufzend marschierte sie neben den anderen her. Es würde bald wieder dunkel werden.
„Die Kinder sind doch kleiner als wir… sollten sie da nicht auch langsamer sein?“. Erkundigte sie sich „zudem sind wir noch keinen Spuren begegnet, was machen wir denn nun?“
Als Antwort erhielt sie nur Schweigen. Ihre neuen Weggefährten waren aber auch ein kompliziertes Völkchen. Sie mussten sich doch weit mehr anstrengen um die Kinder zu finden! Es war Winter, der Wald voller Monster, ihnen könnte doch wer weiß was geschehen.
„So geht das nicht!“ entgegnete Synola plötzlich „wir können hier nicht einfach herummarschieren und hoffen, dass wir den Kindern wieder zufällig über den Weg laufen!“
Plötzlich waren alle Blicke auf sie gerichtet, was ihr dann doch sehr unangenehm war.
„Wir … wir laufen hier einfach...“
„Das wissen wir auch“, brummte der werte Herr und ging weiter „dennoch haben wir keinen Anhaltspunkt und deine Fähigkeiten haben sich auch nicht als wirklich nützlich herausgestellt.“
Betrübt senkte das Geistermädchen den Kopf „verzeiht Herr, ich tue mein Bestes.“
„Sie wollen nicht gefunden werden“ entgegnete indessen die junge Dame sanft „Ganondorf, in wie weit würdest du die Fähigkeiten des Jungen einschätzen im Wald zu überleben?“
„Das ist schwer zu sagen, er könnte momentan kopflos reagieren und er wirkte erschöpft. Ich glaube nicht das sie weit kommen.“ murmelte der Herr vor sich hin.
„Der Waldrand ist nicht mehr all zu fern“, meinte die Dame nachdenklich „in ihren Zustand noch eine halbe Woche von dem Dorf aus, können sie das schaffen?“
Ein weiteres, nicht all zu viel sagendes Brummen kam dem Herren über die Lippen und eine anschließende Frage „was hast du vor?“
„Nun ist das nicht offensichtlich, hinter den Wäldern liegt Phirone. Dort gibt es das ein oder andere Lager der hylianischen Armee. Wenn die Prinzessin schlau ist, dann wird sie eines davon aufsuchen wollen, nicht wahr?“ bei den Worten huschte der jungen Dame ein Lächeln über das Gesicht.
„Damit wissen wir immer noch nicht welches Lager sie aufsuchen werden.“ murrte der Herr und die werte Dame begann zu kichern „Oh das müssen wir auch nicht. Es gibt eine hylianische Festung in Phirone, einen Hauptstützpunkt wenn du so willst. Wir müssen nur dorthin und...“
„NEIN!“ kam es plötzlich Synola sauer über die Lippen „wie könnt ihr nur so weit denken, wenn die Kinder es womöglich gar nicht erst aus dem Wald herausschaffen? Was wenn sie gar nicht den Weg nach Phirone finden, sondern sich so sehr verlaufen, dass sie in Eldin herauskommen? Was dann? Wir müssen sie so schnell wie möglich finden, die Kinder brauchen uns jetzt und nicht erst in ein paar Wochen!“
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Beitragvon Ganondorf » Freitag 21. Dezember 2018, 21:45

Wo der Geist Recht hatte, da hatte er leider recht. Link war verwundet, dass hatte er in dem kurzen Augenblick erkennen können. Agahnim würde ihm den Kopf abreißen, wenn er das herausfinden würde, dass er seinen Erstgeborenen in einer Stunde der Not alleine ließ. Doch was kümmerte ihn eigentlich noch Agahnim? In Ikana hatte er keine Zukunft mehr und doch… Link umgab etwas, dass merkte er immer mehr. Etwas das auch Agahnim gespürt haben musste. Je mehr Zeit der König der Gerudos in diesem Wald verbrachte, desto mehr schärften sich seine Sinne. Ihm wurde langsam klar, dass er am Hofe des Königs von Ikana verweichlicht war. Er war ein Krieger, der König der Gerudos, welcher sich den Thron mit Blut genommen hatte! In seinem Reich hatte man ihn vergöttert und in Ikana musste er sich elenden Weibsbildern beugen. In seiner Heimat hätte sich das niemand getraut, er hätte sie zu Tode gefickt und womit? Mit Recht!
Wenn er es genau betrachtete, so stand er mit Agahnim auf einer Stufe, er war kein Diener, kein Lackei… er war ein Herrscher und er suchte gerade in einem von den Göttern verdammten Wald nach einem Bengel. Einem … Jungen mit dem er arges Mitleid hegte. Teilte er doch sein Schicksal.
Link war ein Herrscher, nun zumindest wurde er als Herrscher geboren, der seinen Thron verteidigen musste und vor wem? Vor elenden Weibsbildern die mit allem möglichen nach einem schlugen!
Brummend schritt er voran. Alleine das war ein Grund um das Kind zu schützen, alleine um die Pläne von Leonora den Erdboden gleich zu machen! Er würde Link alleine beschützen um dieser Frau ihre schlimmste Niederlage zu bescheren, danach würde, ob es dem Jungen passte oder nicht, jeden der ihm im Weg stand beseitigen und danach… danach würde er in sein Reich zurück kehren.
Doch sollte es das wert sein? Konnte ihm dieses fremde Land nicht egal sein? Konnte er nicht einfach mit einer Armee Gerudos in Ikana einmarschieren und es dem Erdboden niedermachen? Wenn er die Karte Hyrules richtig im Kopf hatte, dann konnte er sich ganz einfach über das Meer vom Süden aus nähren. Dann jedoch würde er die Berge überqueren müssen. Die Gerudo waren ein Wüstenvolk… Wälder und Berge waren nicht gerade eine Umgebung in welcher sie gut klar kamen. Dennoch, er wollte dieses Weib fallen sehen!
„Ihr seid so in Gedanken Herr“, unterbrach in Synola.
„Nichts worum du dich zu kümmern hast…“.
Weiterhin würde ihm Agahnim im Weg stehen, dieser Mistkerl der es billigend im Kauf genommen hatte, dass man IHN in einen Kerker gesperrt hatte und anschließend in einer modrigen Mine hat arbeiten lassen! Weiterhin musste er sich gerade mit einem alten Bekannten, einer nervigen Geisterfrau und einer von Geheimnissen umwobenen Frau abgeben. Für seinen Geschmack war er gerade von zu vielen Faktoren abhängig.
Plötzlich kam ihm ein Gedanke und er blieb mit einem breiten Grinsen stehen. Zwar vermochte er damit nicht Leonora das Leben zur Hölle zu machen, aber vielleicht erreichte er damit ein wenig das Herz dieses elenden Königs von Ikana. Oh ja… er würde sich um Link kümmern, sehr gut sogar, aber er würde ihn mit in seine Heimat nehmen und all die Geheimnisse ergründen welche den Jungen umgaben.
Ganondorf merkte nicht, wie die Magie des Waldes langsam begann ihn zu verändern… der Schatten welche der Arzt der Kokiri bereits in ihn gesehen hatte, nahm langsam Form an… der Wandel begann und das Tier in ihm wurde deutlicher und veränderte seine Wesenszüge schleichend.
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Beitragvon Ganondorf » Samstag 9. Februar 2019, 16:30

Es gab so vieles was ihm durch den Kopf ging. So vieles das geplant werden musste. An erster Stelle musste nun endlich ihr Ziel stehen. Synola und Harmoyn würden es nicht zulassen das er nicht nach den Kindern suchte.
Link war zusammen mit der Prinzessin von Hyrule unterwegs. Jetzt stell sich mal einer vor er würde die Prinzessin persönlich beim König abliefern. Welch ein Dank ihm dann zu Teil werden würde. Das würde gewiss einige Pläne von Agahnim zerstören. Nur musste er dann Link irgendwie von der Prinzessin trennen, aber das sollte nicht das Problem sein. Weiterhin könnte er versuchen sich die Gunst des Königs von Hyrule zu erschleichen, aber da würde ihm Agahnim im Weg stehen.
Vielleicht konnte er auch einfach mit einer Armee das Reich erobern… Stück… für Stück.
Oh da kam ihm ein grausamer Gedanke. Was wenn er die Thronerbin Hyrules an die „Herrscher“ von Neu-Hyrule ausliefern würde? Dies würde das Mächteverhältnis ins wanken bringen. Er könnte den Herrschern Neu-Hyrules seine Armee an die Seite stellen und erst Hyrule zu Fall bringen und ihnen dann von Ikana berichten. Am Ende… würde er ihr Vertrauen haben und dann, dann würde er noch neu Hyrule zu Fall bringen. Jedoch fehlte ihm die Kraft dafür. Macht, er brauchte mehr Macht! Doch woher sollte er diese nehmen?
Würde es ausreichen die Länder mit den Kindern zu erpressen? Nun bei Hyrule sollte es ausreichen, doch dort wo Menschen ihr Herz hatten, befand sich Agahnim nur ein tiefes, schwarzes Loch. Wobei Ikana nun wirklich kein Problem darstellte. Womit wollte sich dieser Abklatsch eines Reiches denn zur Wehr setzen? Mit Mistgabeln?
Einer der talentiertesten Kämpfer war Link… dann noch ein paar andere Kinder des Königs und die wenigen Wachen welche es vermocht hatten ihn nieder zu ringen. Mehr hatte Ikana wirklich nicht zu bieten.
Vermutlich brauchte man nur die Stadt in Brand zu setzen und das Problem erledigte sich von alleine. Doch zuerst musste er die Kinder in seine Gewalt bringen. Es wäre weitaus einfacher, würde Link ihm vertrauen, doch hatte er sich nie darum bemüht, wozu auch? Er ist dumm gewesen. Von Anfang an hätte er daran denken sollen, dass er Ikana hätte erobern sollen.
„Synola, du scheinst mir die größte Empathie hier zu besitzen, wir müssen die Wesen des Waldes befragen… irgendwer muss die Kinder gesehen haben.“
Das Geistermädchen grübelte „Herr verzeiht, aber die Wesen des Waldes fürchten sich vor mir.“
Als ob er etwas anderes hätte erwarten sollen.
„Hast du denn keine Zauber… irgendwas um sie erspüren zu können?“ erkundigte er sich barsch.
Synola zuckte zusammen, schien aber nachzudenken.
„Nein Herr verzeiht“ sie wirkte betrübt.
„Gut Mädchen, dann sag mir, kennst du Wesen des Waldes die über solch ein Wissen verfügen könnten?“
„Oh ja Herr, Feen sollten so etwas wissen, oder die großen Dekubäume.“ sie wirkte stolz auf ihr Wissen und damit war ihr nächstes Ziel klar.
„Dann führe uns zu so einem Geschöpf… frage die Wesen des Waldes. Das scheint unser einziger Weg zu sein die Kinder rechtzeitig zu finden.“
Er spielte ein Spiel mit seinen Begleitern. Zumindest die beiden Frauen waren in der Hinsicht zu gut für die Welt.
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