Projekt: HyruleZ






Stadt Hyrule Die Geschichte beginnt

Abenteuer auf weiter Steppe erwarten jene, die es wagen, die Wege des Reiches zu betreten. Egal ob Steppen oder Stadt, hier schlägt das Herz des Königreiches.
Wichtiges
  • Die Provinz Hyrule leidet noch heute unter die Auswirkungen des Bürgerkrieges gegen Neu-Hyrule. Das Königreich ging geschwächt aus dem Krieg hinaus.
  • In Kakariko wird gerade der Rat der Statthalter vorbereitet.
  • In Hyrule ist ein neuer Berater aufgetaucht, der den König zur Seite steht.

Illusionist und Alchemist Gerion (Elster)

Beitragvon Volk von Hyrule » Samstag 3. November 2018, 21:41

„Bereite ich dir solch eine Angst Junge“ erkundigte sich Gerion und trat einen kleinen Schritt auf den jungen Magier und seinen riesenhaften Freund zu.
„Bleib weg!“ donnerte der Junge und erneut stellte sich diese massige Person schützend vor ihn. Vermutlich war dieser Riese ein guter Freund des Jungen, denn die umstehenden Gestalten machten keinen Ansatz auch nur ein wenig näher zu kommen.
„Kind, es ist kalt hier draußen“ begann der Alchemist und wurde noch mitten in seinem Satz von dem Jungen barsch unterbrochen „was du nicht sagst“.
Gerion musste lächeln „dann müsste es doch auch in deinem Interesse sein, schnell wieder ins warme zu kommen.“ sein Blick glitt rüber zu dem Gebäude „nur, einladend und warm sieht es dort nicht aus, findest du nicht.“
Es herrschte Stille, auch wenn nur für ein paar Sekunden.
„Das ist mein zuhause! Auf mich wirkt es sehr warm und einladend!“ raunte der kleine Dieb und verschränkte die Arme. Die Ärmel seiner Kleider waren wahrlich kurz genug, dass man sehen konnte wie sich seine Haare an den Armen senkrecht stellten. Der Wind wurde immer unangenehmer und ohne schützende Kleidung würde der Bursche noch krank werden.
Gemächlich ging Gerion noch ein paar Schritte auf den Jungen zu, bis er nur gut einem Meter vor diesem Hünen stand. Leicht legte der Alchemist seinen Kopf in den Nacken, dieser Mann hatte wahrlich eine beeindruckende Größe. „Verzeiht werter Herr, aber ist es denn so vermessen sich mit dem Jungen einfach nur zu unterhalten?“
„Ja“, brummte der stämmige Kerl.
„Nun,“ Gerion schaute sich um, die Bewohner dieses Ortes hatten nicht viel, nahezu nichts, vielleicht konnte er ihnen ein Angebot machen.
„sagt, wie wäre es wenn ich dafür zahle?“
Der große Kerl zog eine Augenbraue hoch „ihr habt Rubine dabei?“ erkundigte sich der Hüne.
„Nun, das wäre doch sehr unvorsichtig von mir, nicht wahr? Ihr könntet sie mir einfach wegnehmen und ich stünde ohne alles da. Nein, verzeiht mir, aber so dumm bin ich leider nicht. Meine Rubine liegen gut verwahrt auf der hylianischen Bank, ihr dürftet wissen wie einbruchssicher dieses Gebäude ist.“ erneut musste er lächeln. Sie könnten versuchen ihn dazu zu zwingen seine Rubine von der Bank abzuheben, aber das würde nichts bringen. Es wäre ein leichtes die Wachen der Bank davon zu überzeugen, dass Gauner seiner Habe mächtig werden wollen und vor der Bank warten würden, denn keiner dieser Halunken sah aus wie jemand, den man Einlass in dieses edle Gebäude gewähren würde.
„Wie… viel?“ fragte plötzlich der Junge.
„Was ist in dich gefahren?!“ fragte plötzlich der Große und hielt den Jungen an den Schultern fest.
„Mein Freund… er gibt uns Geld für nahezu nichts… und … wir können es gut gebrauchen. Es ist meine Pflicht aus Anführer für euer Wohl zu sorgen und… es geht… um Geld...“
„Nun mein kleiner Magier, ich würde dir 20 Rubine zahlen wenn wir uns hier unterhalten würden, bei all deinen Freunden und in diesem kalten Loch. Da mir aber eine Unterhaltung in einer angenehm warmen Umgebung lieber wäre, würde ich dir 50 Rubine für einen Plausch in meinem Heim zahlen.“
„50 Rubine?!“ kam es dem Jungen erschrocken über die Lippen „für eine blöde Unterhaltung?“
„Ganz genau, 50 Rubine sollen dein sein, wenn du bereit bist mich heute Nachmittag in meinem Heim zu besuchen. Du kannst natürlich auch gleich mitkommen.“
Der Junge schien zu überlegen, die Summe schien unfassbar viel Geld für ihn zu sein.
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Vor dem Versteck

Beitragvon Taner » Samstag 3. November 2018, 22:12

50 Rubine! Der Mann würde ihm 50 Rubine zahlen wenn er ihn in sein Haus begleiten würde und sich dann nur mit ihm unterhalten würde. Das jemand bereit war ihm dafür so viel Geld zu zahlen, die Sache musste doch einen Haken haben und dennoch, sie brauchten das Geld. Konnten sie auch Essen und Getränke stehlen, Baumaterial ließ sich nicht so leicht entwenden. Er hatte zwar bereits den Plan gefasst umliegende Gebäude abzutragen, aber die Chance auf nicht modrige Materialien… das war einfach zu verlockend. Weiterhin könnten sie damit im Notfall Essen kaufen, so verrückt das auch klang, aber wenn die Reserven der Händler alle sein würden, dann blieben nur die Speicher und arme Schlucker wie… nun, Ansprüche auf Nahrung hatten sie vermutlich nicht. Auch gab es viele andere Dinge die sich so kaum stehlen ließen. Schuhe die passten zum Beispiel… ein Schuster hatte zwar seine Leisten, aber welcher von denen war schon so dumm vorzuproduizieren? Es kostete immens viel Zeit Schuhe herzustellen … und erst das Material.
Nachdenklich bewegte er seine Zehen in den Schuhen, seine Socken waren klamm, seine Füße kalt, er fror bitterlich… es war kaum zum aushalten.
„Gut… ich komme mit“ antwortete der Junge schließlich und ging an Gan Merdes vorbei.
„Bist du dir sicher Boss? Ich werde jedenfalls mitkommen!“ sprach sein Freund doch der Fremde hob die Hand. „Ich möchte mich alleine mit den Jungen unterhalten. Seid euch versichert das ich ihm kein Haar krümmen werde, doch… ich befürchte ihr würdet meine Wohnung ausrauben wenn ihr mehr als einer seid und deswegen muss ich leider diese Bedingung stellen, dass werdet ihr gewiss verstehen. Weiterhin werdet ihr gewiss verstehen wenn ich euch sage, dass ihr keinen Rubin erhalten werdet, sollte ich einen von euch auch nur in der Nähe meines Heimes sehen.“
„Das geht doch nicht!“ brummte Gan Merdes doch Taner hob die Hand „das… ist schon in Ordnung… hole eben bitte einfach meinen Umhang.“ er war nervös, er mochte die Nähe von Fremden ja so sehr.
Unglücklich nickte sein Freund und verschwand in dem Haus, nur um wenige Minuten später mit seinem Umhang aufzutauchen. Taner merkte wie der Fremde ihn die ganze Zeit musterte und den Umhang welchen ihn Gan Merdes brachte.
„Der wird dich kaum vor der Kälte schützen Junge“, meinte der Fremde und verschränkte die Arme. Machte sich der Kerl gerade Sorgen um ihn, oder war das Hohn? Vielleicht war es auch einfach nur ein Ergebnis seiner Beobachtung.
„Es ist besser als nichts“ entgegnete Taner und schritt an dem Mann vorbei. „Beeilen wir uns, ich habe heute noch viel zu tun.“
Der … Magier nickte und schloss recht schnell zu ihm auf, bis er ihn kurzerhand überholte und die Führung an sich nahm.
„Mein Name ist übrigens Gerion“, begann … Gerion anscheinend jetzt schon die Unterhaltung.
„Taner… wie sie gehört haben dürften...“, antwortete der Junge kurz angebunden.
„Ah welch interessanter Name für einen Dieb“ entgegnete der Magier lächelnd.
„Wieso, was stimmt mit meinem Namen nicht?“ erkundigte sich der Junge skeptisch.
„Nichts, er erscheint mir nur unpassend und ich muss sagen, ich bin erfreut das du anscheinend doch dazu in der Lage bist dich ganz normal zu unterhalten. Ich habe bereits die Angst gehegt, dass du womöglich schüchtern sein könntest, oder nicht vermagst gut mit Worten umzugehen, gar Angst vor mir haben könntest.“
Irritiert blieb Taner stehen, er war wirklich schnell in Plauderlaune verfallen… das war wirklich mehr als seltsam. „Bin ich… in gewisser Weise… auch teilweise.“
Was tat er hier eigentlich? Ach ja… die Rubine...
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Herrscher der Nacht (Vilja)

Beitragvon Die Herrscher der Nacht » Sonntag 4. November 2018, 18:03

„Du hast WAS zugelassen?“ schrie die junge Frau den bulligen Riesen vor sich an. „Wie konntest du nur?!“
„Ich… er wollte es so“, druckste Gan Merdes herum und Vilja konnte nicht anders als den Mann am Kragen zu packen. Zwar mochte das bei ihren Größenunterschied wenig beeindruckend ausschauen, aber es war ihr gleich. „Hast du eine Ahnung was er mit Taner anstellen könnte? Er weiß das der Junge ein Magier ist! Hast du denn keine Sekunde nachgedacht?!“
„Aber das Geld… die 50 Rubine, wir bekommen sie nur wenn Taner alleine geht...“ erklärte der Riese und Vilja verpasste dem Mann einen Schlag in die Magengegend, woraufhin dieser nur ob der Geste kurz zusammen zuckte.
„Ich fasse es nicht, Taner ist weit mehr wert als lächerliche 50 Rubine!“, sie stampfte wütend zu ihrem Lagerplatz und warf sich ihren Umhang über, welchen sie dort wutentbrannt aufgehoben hatte.
„Was hast du vor?“ erkundigte sich Gan Merdes besorgt.
„Was wohl du Hohlbirne, ich gehe Taner retten, ich kann mir kaum vorstellen das der Fremde sich nur mit ihm unterhalten will.“ und mit diesen Worten stapfte sie aus dem Haus raus. Natürlich wurde der Junge schwach bei diesem Angebot. 50 Rubine… was man sich alles davon kaufen konnte und Taner hatte eh eine Schwäche für Geld. Das Kind kannte nur die Armut… alles was nicht dazu gehörte war einfach verlockend für ihn. Mal davon abgesehen, dass man Rubine immer gut gebrauchen konnte. Wie konnte der Bursche aber nur so dumm sein? Sie brauchten nicht das Geld, sie brauchten einen Anführer, sie brauchten Taner… sie brauchte den kleinen Störenfried! Niemals würde sie es sich verzeihen können, wenn dem Burschen etwas geschehen würde.
Doch wo sollte sie nach dem Jungen suchen? Sie wusste nicht wo der Fremde ihn hinbringen würde.
„Warte auf mich Vilja!“ rief Gan Merdes hinter ihr „ich komme mit.“
„Das ist ja wohl auch das Mindeste, zu zweit finden wir ihn bestimmt schneller.“ murrte die Frau und schaute sich unentschlossen um.
„Finden? Ach entschuldige, ich weiß wo er Taner hinbringen möchte, in sein Haus, das liegt bei dem Auftragsort von gestern, also dem wo unser Boss gewesen ist.“ erklärte der Riese gelassen.
„Das… sagst du… mir erst… jetzt?“ die junge Frau brodelte innerlich, zwang sich aber zur Ruhe. Sie sollte froh sein das Gan Merdes so aufmerksam gewesen ist. Eigentlich war er ja nicht so dumm… aber manchmal… manchmal könnte sie ihm. Sei es drum, sie mussten zu Taner!
„Gut… dann gehen wir da jetzt hin.“ zischte sie und schritt voran.
„Aber die Rubine, Taner wird aus der Haut fahren!“ beschwerte sich der Riese.
„Wir dürfen uns nur nicht erwischen lassen. Wenn nichts passiert, dann müssen wir nicht eingreifen und solange uns keiner bemerkt, bekommen wir das Geld.“
Gan Merdes nickte und folgte ihr. Oh bei Din, sie hoffte innerlich das der Mann sich wirklich nur mit Taner unterhalten wollte.
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Im Haus des Alchemisten Gerion

Beitragvon Taner » Sonntag 4. November 2018, 21:00

Der Junge konnte kaum glauben das er wirklich diesem fremden Magier folgte.
Ein wenig eingeschüchtert schaute er sich auf dem Weg um, was wenn der Mann irgendwelche Verbündeten hatte, welche gleich aus einer Seitenstraße zu ihnen stoßen würden? Alleine hatte er keine Chance gegen mehrere Leute und erst recht nicht gegen einen anderen Magier.
„Bereitet dir etwas Sorgen Junge?“ fragte der Mann und Taner schüttelte mit dem Kopf „nein, wieso sollte es? Gibt es etwa einen Grund dazu?“
„Ich hoffe nicht“, antwortete der Mann „aber in diesen Straßen kann man nie wissen was geschehen kann. Immerhin gibt es hier genug Leute für die wir ein gutes Ziel abgeben würden. Nun zumindest ich dürfte hier auffallen wie ein bunter Hund.“
Was er nicht sagte, ja dieser Magier stach wirklich heraus. Jedoch anders würde es Taner nicht gehen, sobald sie das Viertel erreicht haben in welchem der Magier zuhause war.
„Sagt… Gerion… jetzt da wir schon alleine sind… ihr wollt wirklich nur mit mir reden?“ erkundigte sich der Junge, er konnte das immer noch nicht so ganz glauben.
„Offen gestanden, nein.“ gab der Mann zu und Taner blieb abrupt stehen. Hatte er es doch gewusst, der Mann würde ihm gewiss gleich in den Rücken fallen. Langsam drehte sich der Mann zu ihm um und Taners Finger glitten zu seinen Dolchen.
„Ich würde dir gerne ein Geschenk machen, wenn das recht ist.“ sprach der Magier sanft und Taner stockte in seiner Bewegung.
„Ein… Geschenk?“ das kam nun doch sehr unerwartet. Erst wollte er ihm 50 Rubine für eine Unterhaltung zahlen und ihm dann noch etwas schenken. Gerion kam auf ihn zu und nahm den Stoff seines Umhangs zwischen zwei Finger. „Dieser Umhang ist dreckig, dünn und im besten Fall noch als Fußabtreter zu gebrauchen. Ich habe einen recht alten Umhang in meiner Wohnung welchen ich schon lange nicht mehr trage. Offen gestanden habe ich erst vor meiner kürzlichen Reise überlegt ihn weg zu werfen, aber ich glaube dir könnte er sehr gute Dienste leisten Kind.“
Er… er wollte ihm einen Umhang schenken? Mit großen Augen schaute er den Mann an. War das Güte … oder die beste Falle welche ihm jemals gestellt worden ist? Dieser Winter war so kalt, er wäre dankbar für alles was ihm helfen würde ihn gesund zu überstehen.
„Ich… weiß nicht...“ Taner schaute sich überfordert um. Wann hatte man schon einmal davon gehört, das ein gut situierter Bürger einem Dieb ein Geschenk gemacht hatte?
Nun doch mit gewachsener Neugierde folgte er dem Mann, bis in sein Heim.
Der Weg dorthin war eisig kalt, der Wind hatte weiter an Intensität zugelegt und er zog den Umhang immer enger um seinen Leib, was nichts brachte. Am Haus des Mannes angekommen war er gefühlt bis auf die Knochen durchgefroren. Wie Taner nun sah, befand sich der Eingang des Hauses in einer anderen Seitenstraße.
Kaum hatte der Mann den Schlüssel im Schloss umgedreht, betraten sie auch schon das Haus. Hier drin war es zwar auch nicht sonderlich war, aber sie waren aus dem Wind raus.
„Du kannst deinen Umhang dort ablegen“ der Mann deutete auf eine kleine Kommode. Taner nickte und legte das ''gute'' Stück bei Seite.
„Bitte ziehe auch deine Schuhe aus, ich möchte den Schnee nicht im Haus haben.“ sprach der Mann zu ihm und war gerade dabei selber seinen Mantel aufzuhängen und sich anschließend die Schuhe auszuziehen, wonach er in ein paar Hausschuhe schlüpfte.
Kurz überlegte Taner, dieses Verhalten war ihm eigentlich fremd, bei ihm zuhause trug man immer Schuhe, man könnte ja in irgendwas reintreten. Nun, das würde hier wohl hoffentlich nicht geschehen und vermutlich war es unhöflich sich nicht an die Regeln des Hauses zu halten. Also tat er wie ihm gesagt wurde, nur das er gleich seine Socken mit auszog, welche er schön in seinen Schuhen ließ.
„Hast du keine Socken Junge?“ erkundigte sich der Mann verdutzt.
Ein mildes Lächeln huschte über Taners Gesichts „wenn es um den Schnee, also um das Wasser geht und der Boden nicht nass werden soll… nun dann sollte ich sie in meinen Schuhen lassen…“
„Ich verstehe“ antwortete der Mann nachdenklich „folge mir bitte.“
Als der Magier ihn durch sein Heim führte, so bei Tageslicht, wirkte es gar nicht mehr so verwinkelt. Das lag aber vermutlich daran, dass er von jemanden geführt wurde, der sich hier auskannte. Nach einem Moment kamen sie auch an ihren Zielort an, einem kleinen gemütlichen Raum, in dessen Kamin noch die Glut glimmte.
„Ich lege eben ein wenig Holz nach, setz dich doch schon einmal auf einen Sessel und mach es dir gemütlich.“ sprach der Magier ruhig im Plauderton. Während sich Taner tatsächlich auf einen der Sessel niederließ, schaute er sich neugierig in dem Zimmer um. Hier stand ein kleines Sofa, zwei Sessel und in deren Mitte ein kleiner, runder Holztisch. Sie befanden sich im ersten Stock, wenn er das richtig deutete. Vor dem Fenster hing ein schwerer, dunkelbrauner Vorhang und da drunter stand eine Kommode. Über dem Sofa hing das Bild einer Landschaft. Der Kamin befand sich in seinem Rücken, die Tür war zu seiner rechten. Es gab einen Dielenboden… und hier bei den Sesseln und dem Sofa lag ein weicher, runder Teppich auf dem Boden.
„Gefällt dir das Zimmer?“ erkundigte sich der Magier und nahm auf dem anderen Sessel platz.
Taner zuckte bei den Worten zusammen. „Es ist schön warm hier, das reicht mir damit es mir gefällt.“ antwortete er. Ansonsten war es aber auch ein schönes Zimmer. Neugierig beugte sich der Mann zu ihm vor.
„Dann können wir uns hier ja in aller Ruhe unterhalten, das freut mich.“
Na toll, jetzt fühlte er sich wieder unwohl.
„Ach wo sind meine Manieren, möchtest du etwas trinken?“ fragte der Mann und lächelte ihn dabei verlegen an. Jetzt gab es auch noch Trinken für umsonst? Taner nickte, wenn er schon einmal die Chance dazu hatte.
Der Magier erhob sich und ging zu der Kommode unter dem Fenster, welche wohl so eine Art versteckte Bar zu sein schien. Mit einer Flasche Wasser und zwei Gläsern kam er zurück zum Tisch.
„Ich hoffe du empfindest es nicht als unhöflich das ich dir nur Wasser anbiete, aber ich denke Alkohol dürfte noch nichts für dich sein Kind.“
Jetzt bevormundeten ihn auch noch Leute die ihn nicht einmal kannten!
„Ich bin durchaus dazu in der Lage mehr als nur einen Schluck Bier zu vertragen“, raunte Taner und lehnte sich hinten an den Sessel an.
„So, trinken denn alle Kinder in deinem Heim?“ erkundigte sich der Mann.
„Bei uns gibt es keine Kinder“ erwiderte der Junge ein wenig barsch.
„Aber du bist doch noch ein Kind, oder sehe ich das falsch?“
Taner verschränkte die Arme „Ich bin 16, das sollte wohl als Antwort ausreichen.“
„Also ein Kind, zumindest wenn du mich fragst.“ der Magier lächelte, aber das ist nicht schlimm, eher schön. Ein Kind wirst du nie wieder sein, wobei, du musstest vermutlich schnell erwachsen werden, habe ich Recht?“
Musste er auf alle Fragen wahrheitsgetreu antworten? Immerhin wurde er dafür bezahlt.
„Es… ist nicht leicht auf der Straße, das stimmt wohl“, antwortete er dem Mann, wohin wohl diese Unterhaltung führen würde?
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Im Haus des Alchemisten Gerion

Beitragvon Taner » Samstag 17. November 2018, 13:58

Der Mann legte seine Hände in den Schoß und schaute ihn durchdringend an. Hatte er etwas falsches gesagt? Wieso nur reagierte er so eingeschüchtert gegenüber diesem Mann, eigentlich war er doch nicht so. Es musste daran liegen, dass der Mann ein Magier ist, ganz sicher!
„Sag Junge, wie lebt es sich zu dieser Zeit auf der Straße?“
Taner hob eine Augenbraue hoch. War der Mann womöglich nur an dem Leben auf der Straße interessiert? Seine Fragen hatten bis jetzt zumeist in diese Richtung gezielt.
„Nun,“ begann der Junge nachdenklich „zur Zeit ist es recht kalt und wenn man nicht aufpasst, dann wird man krank.“ Sein Blick glitt runter zu den Füßen „warme Kleider sind schier nicht zu bekommen und Essen… auf legalen Weg ist das für uns unmöglich. Die Speicher haben zwar genug Nahrung für den Winter, doch wissen wir von der Straße, dass wir nicht in der Rechnung mit einbegriffen sind. Keinen kümmert es was aus uns wird und die Meisten… naja sie können weder lesen noch schreiben oder haben irgendeine Art von Ausbildung genossen. Viele von uns wurden in der Gosse geboren. Manch einer prostituiert sich um ein paar läppische Rubine zu erhalten um… ja nicht der Kriminalität zu verfallen. Diese Leute werden dann sehr schnell mit den übelsten Krankheiten bestraft und sterben. Ihre Leichen habe ich schon oft in den Gassen gesehen. Einige von ihnen wurden auch einfach von Räubern ermordet aufgrund der wenigen Habe welche sie besaßen. Man kann niemanden trauen, solange man ihnen nicht ein wenig Disziplin einimpft. Der Zusammenhalt in meiner Bande ist recht stark, wir haben viel gemeinsam durchgemacht und ich kann stolz behaupten, dass wir nur Diebe sind und keine Mörder.“
„Hm“, der Magier stützte seinen Kopf auf einen Arm, welchen er auf der Lehne seines Sessels abstützte und schaute nachdenklich in seine Richtung „und dennoch ist es illegal was ihr macht. Sag Junge, ist dies das Leben welches du dir wünscht?“
Welches er sich wünschte? Nun… hm. Taner begann zu grübeln. Sicherlich konnte er sich bessere Leben vorstellen, doch ohne Gan Merdes und Vilja, nein, die waren ihm zu wichtig und sein Kater sowie sein Frettchen. Er hätte sie niemals getroffen als Schnösel.
„Es ist schon in Ordnung wie ist. Man kann tun und lassen was man will. Natürlich ist die Strafe gewaltig wenn man erwischt wird, aber man müsste erst einmal erwischt werden.“ sprach er mit breiten Grinsen im Gesicht.
„Ich verstehe, aber was wäre wenn ich dir das Angebot machen würde mein Schüler zu werden?“ antwortete Gerion gelassen.
„Euer Schüler?“ der Junge war geschockt. Wieso sollte er ein Schüler eines fremden Magiers werden? Vor allem eines Magiers!
„Ist mein Angebot so überraschend. Ich habe gemerkt was du kannst und das hast du anscheinend ohne Lehrmeister erreicht, was mich sehr fasziniert. Wie hast du das angestellt?“
Jetzt wurden die Fragen doch persönlicher und Taner versuchte etwas weiter in den Sessel zu kriechen. „Ich… hatte mal einen Lehrmeister“ brachte er drucksend hervor.
„Oh, das verwundert mich, dann wurdest du also nicht in der Gosse geboren?“
Hilflos schaute sich der Junge um, er mochte nicht über das Thema zu reden und doch… die Rubine. Was wenn er sie nicht bekommen würde wenn der Mann unzufrieden war? Wie würde er vor seinen Leuten dastehen?
„Doch… wurde ich, aber… nicht jeder Magier lebt in Saus und Braus, es gibt auch wenige die das Leben auf der Straße bevorzugen, so auch mein Lehrmeister.“
„Zu schade, wenn du schon einen Lehrmeister hast, dann kann ich dich gar nicht unterrichten.“ der Mann sah wirklich ernsthaft enttäuscht aus.
„Er… lebt nicht… mehr...“ Taner schaute zur Seite. Wieso nur erzählte er das dem Mann? Vorsichtig griff er nach dem Wasserglas und nahm einen Schluck.
„Das tut mir leid für dich Junge, ein Lehrmeister ist sehr wichtig.“ die Stimme des Magiers wirkte betroffen.
„Ich konnte ihn nicht ausstehen“ brachte Taner knapp über die Lippen „er war ein riesengroßes Arschloch… und bitte… ich will nicht daran denken müssen!“
„Das tut mir leid.“ sprach Gerion mitleidig „was auch immer er dir angetan hat, ich würde es nicht machen und wenn, du hast eine ganze Bande hinter dir, welche mich zur Strecke bringen würde. Wenn du magst, dann kann ich dich ein wenig in der Kunst der Magie unterrichten. Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Schüler, den ich für würdig halte und ich denke, du könntest es sein.“
Auf einmal brach der Junge in schallendes Gelächter aus „ich… würdig? Bitte Herr, ihr habt gewiss etwas in mir gesehen, dass es gar nicht gibt.“ vor lachen wischte sich der Junge eine Träne weg.
„Ich denke nicht das ich mich irre, wenn du es versuchen möchtest. Ich würde dich sogar entlohnen, ein kleiner Beitrag welcher dich anspornen sollte deine Ausbildung voranzutreiben.“
Jetzt hatte er doch wieder seine Aufmerksamkeit. Wenn es um Rubine ging, konnte er schwerlich nein sagen. „Von was für einer Summe reden wir?“
„Ich dachte an drei Rubine pro Tag. Dazu noch Essen und Trinken für dich als Verpflegung wenn du hier bist.“
Drei Rubine, das war nicht viel, aber mit dem wenigen Geld würde er trotzdem seinen Leuten helfen können. Zudem, wenn er hier etwas zu essen bekam, dann würde er nicht mehr ihre eigenen Vorräte beanspruchen müssen. Außerdem war es so schön warm hier, seit längerem konnte er wieder richtig das Leben in seinen Gliedern spüren.
„Wie lange müsste ich am Tag hier sein?“, fragte er nachdenklich. Für das Geld würde er es auf sich nehmen… und vielleicht war der Magier ja in Ordnung und wenn nicht, dann würde er einfach nicht mehr hier her kommen, so einfach war das.
Mit einem Lächeln schaute ihn Gerion an „nicht lange, sagen wir vier Stunden, du hast ja noch einen anderen Beruf.“
Wieso gefiel Taner das Wort ''noch'' in dem Satz des Magiers nicht?
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Illusionist und Alchemist Gerion (Elster)

Beitragvon Volk von Hyrule » Samstag 8. Dezember 2018, 22:26

Soweit er es zu beurteilen vermochte, entspannte sich der Junge langsam. Das Thema Rubine sorgte zunehmend dafür, dass er die Aufmerksamkeit des Kindes hatte. Wie viel wohl so ein Dieb für sein Handwerk verlangte? Bei dem was der Knabe am Leibt trug konnte es nicht viel sein.
Taner… er war 16, das hatte er ihm gesagt und er hegte keinen Zweifel daran. Noch war der Bursche formbar und es war deutlich in seinem Gesicht abzulesen, dass er ihn heute schon oft zum Grübeln gebracht hatte. Ein dummer Junge war er vermutlich nicht, zumindest erweckte er nicht den Eindruck.
„Ist das für dich zu lange?“ erkundigte er sich und Taner wirkte erneut nachdenklich.
„Es… kommt drauf an“, brachte dieser nach einem Moment stockend hervor.
„Worauf?“ hakte Gerion nach und der Junge schaute zur Tür, dann zum Fenster und schließlich auf seine Füße. Gerion folgte dem Blick des Jungen. Wenn man so den Körper des Jungen betrachtete, er wirkte mitgenommen, die Füße geschunden von der Kälte. Wenn die Socken des Knaben nass waren und die Schuhe, ein Wunder das er noch alle Zehen hatte.
„Nun… ob ich nachts arbeiten muss oder nicht.“ er bewegte seine Füße über den Teppich und griff mit seinen Zehen hinein. Interessant, bewegen konnte er sie ohne Probleme, sogar besser als er es selber je vermocht hatte.
„Dann komm doch zur Mittagszeit zu mir. Du kannst vor dem Unterricht essen und zu deiner anderen Arbeit daheim sein. Das wäre gewiss ideal für dich, oder?“ erneut musste Gerion lächeln, Taner versuchte gewiss gleich wieder einen auf hart zu machen.
„Wieso… wieso seid ihr so nett zu mir?!“ donnerte der Junge auch schon los.
„Wieso sollte ich es nicht sein?“ stellte der Magier eine Gegenfrage.
„Sie kennen mich doch gar nicht… also warum?“, hakte der Junge nach.
„Ist das wichtig? Um jemanden kennen lernen zu können, sollte man freundlich sein. Taner würdest du dich mit mir unterhalten, wäre ich nicht freundlich zu dir gewesen?“
Stutzend schaute ihn der Knabe an „ich denke nicht.“
„Siehst du, ich bin mir sicher, dass wir uns gut verstehen werden. Ich wollte dich kennen lernen und deswegen bin ich freundlich zu dir. Ich habe dich ein wenig kennen gelernt und muss sagen, dass ich dich sympathisch finde, also werde ich weiterhin freundlich zu dir sein, ist das falsch in deinen Augen?“
Unerwarteter Weise wurde der Junge plötzlich ganz still und tatsächlich ein wenig rot im Gesicht. Nunu? Er beobachtete Taner dabei wie dieser nun wirklich angestrengt auf seine Füße schaute und nervös mit seinen Zehen die Fasern des Teppichs griff. Hatte er etwas falsches gesagt?
„Ich ähm...“ Taner begann herumzudrucksen und schaute wieder zur Tür rüber. Hegte er womöglich gerade Fluchtgedanken, doch weshalb?
„Ich… bin… also… wie… wieso sagt ihr sowas? Ich… also… arg...“ er ballte seine Hände zu Fäusten und schaute ihn nun angestrengt an „ich bin ein Dieb, ich bin nicht sympathisch!“
Huch? Verwunderung lag nun in dem Blick von Gerion. Konnte das denn sein? Es konnte eigentlich kaum anders sein. Der kleine Dieb vor ihm kam mit Komplimenten nicht klar. Irgendwie war das schon niedlich, so hilflos wie er ihm gerade gegenüber saß. Offenkundig hatte sein Schüler eine sehr offensichtliche Schwachstelle. Liebevoll lächelte Gerion den Jungen an, woraufhin dieser nur wieder zusammen zuckte.
„Was soll dieser Blick?“ Taner wirkte nun deutlich verstört, ein deutliches Zeichen dafür, dass seine These richtig war.
„Ich habe das ernst gemeint Kind, ich mag dich.“
„Wa...“, der Junge schien langsam all seine Fassung zu verlieren.
„Aber… ich… macht euch nicht über mich lustig!“, nun war seine Stimme wieder fester, doch Gerion lächelte ihn weiter an.
„Soll ich dich etwa nicht mögen? Ich fände es durchaus schade, wenn ich einen Schüler hätte, den ich nicht leiden darf.“
Nun verschränkte der Junge die Arme und schaute wieder gen Boden. Sein Gesicht deutlich gerötet. Vermutlich fühlte er sich gerade sehr hilflos. Seiner Haltung nach zu urteilen suchte er gerade Schutz und Abstand, aber wenn er es jetzt nicht schaffen würde zu ihm durchzudringen, dann würde er es womöglich niemals schaffen. Also tat er was jeder gute Lehrmeister tat, er stand auf und ging rüber zu seinem Schüler. Behutsam legte er ihm eine Hand auf die Schulter und hockte sich neben ihn.
„Du bist ein nettes Kind, auch wenn du es vielleicht selber noch nicht gemerkt hast. Ich werde das nicht ausnutzen, dass verspreche ich dir.“ er sprach ruhig zu ihm, keine übermäßigen Gefühle, nur Ruhe. Dennoch, wirklich zu entspannen schien sich Taner nicht, er wirkte hilflos, eingeschüchtert… nachdenklich. Was wohl gerade alles in seinem Kopf vor sich ging.
„Es tut mir leid, sollte ich dir zu nahe getreten sein.“
Schweigen und dann doch, noch einem Moment des langen Nachdenkens fand der Junge seine Sprache wieder.
„Schon… gut… also… soll… …. ich morgen schon… vorbeikommen?“
Welch ein Glück, der Junge wollte noch vorbeikommen, doch war es des Trainings oder der Rubine wegen. Vermutlich letzterem, aber das sollte ihm vorerst genügen. Den Worten nach zu urteilen wollte er auch langsam nach hause.
Gerion nickte und erhob sich „du hast noch viel zu tun hast du gesagt, nun, ich denke es wird langsam Zeit für dich zu gehen.“
Taner zuckte plötzlich zusammen und schaute ihn geschockt an. Nunu? Wollte der Junge womöglich doch noch nicht nach hause?
„Aaaber… seid… ihr denn schon fertig mit euren Fragen?“ seine Stimme wirkte angespannt.
Gerion lächelte ihn beruhigend an, was auch immer ihn gerade bedrückte, er wollte ihm zeigen das es unnötig war „wir haben noch morgen Zeit dafür. Lass uns kurz in ein anderes Zimmer gehen, dann kann ich dir den Mantel und deine Rubine geben.“
Plötzlich wirkte Taner wieder entspannt. Ach so war das, er hatte Angst das er seine Bezahlung verspielt hatte. Der arme Junge musste sich die ganze Zeit ganz schön unter Druck gesetzt haben.
Das würde er ihm noch austreiben.
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Im Haus des Alchemisten Gerion

Beitragvon Taner » Freitag 14. Dezember 2018, 21:32

Dieser komische Mann war einfach nur anstrengend! Die ganze Zeit versuchte er die richtigen Antworten auf die Fragen des Magiers zu finden. Dann noch diese komischen Aussagen… und diese kaum verständlichen Kommentare. Diese hochtrabende Ausdrucksweise machte es ihm ab und an doch schwer den Kerl zu verstehen, wobei es schlimmer sein könnte. Sein alter Lehrmeister, den Göttinnen weiß wieso musste er gerade an ihn denken, hatte damals seine helle Freude daran gehabt ihn ständig vorzuführen. Zudem hatte er oftmals in dem Gespräch das Gefühl gehabt, dass der Mann versucht hatte sich über ihn lustig zu machen. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er ihn sympathisch fand, sie waren Fremde und vor allem war er ein Krimineller! Wer fand denn bitte Kriminelle sympathisch? Vielleicht hatte dieser Gerion auch einfach nur einen gehörigen Dachschaden, das würde zumindest einiges erklären.
Das einzig Wichtige war jetzt, dass der Kerl seinen Teil der Abmachung hielt und so folgte Taner dem Mann in ein anderes Zimmer. Es schien sich dabei um eine Art Ankleidezimmer zu handeln. So was hatten wahrlich nur Leute mit zu viel Geld. Ein wenig staunend schaute sich der Junge um. Als Magier schien man wirklich nicht schlecht zu verdienen.
„Hier das ist der Mantel.“ sprach plötzlich der Mann neben ihm und streckte ihm das Kleidungsstück entgegen. Bevor sich Taner den Mantel nahm, schaue er diesen interessiert an. Er sah dick aus… gefüttert wenn er das richtig sah und als er ihn kurz anfasste merkte er das er ganz kuschelig war.
„Wieso wollt ihr euch davon trennen?“ erkundigte sich der Junge, er konnte sich das immer noch nicht erklären. Der Mantel war doch in einem guten Zustand, wie konnte man so was nur wegwerfen wollen?
„Ich bin herausgewachsen“, antwortete Gerion „sieh mich an, ich bin ein großer Mann, bestimmt einen halben Kopf größer als du Junge“. Kurzerhand schlüpfte der Mann in den Mantel. Die Ärmel des Mantels passten nicht mehr ganz… also sie waren zu kurz. Auch schien er Probleme dabei zu haben den Mantel zu schließen „wie bedauerlich, ich scheine breitere Schultern zu haben als damals. Ich hoffe doch das du keine Probleme damit haben wirst.“ Kurzerhand schlüpfte der Mann wieder aus dem Mantel und ging hinter Taner, welcher argwöhnisch dem Mann hinter her schaute. Er mochte es nicht wenn jemand in seinem Rücken stand, dem er nicht vertraute.
„Strecke doch kurz deine Arme etwas aus, ich möchte wissen ob dir der Mantel passt.“
Mit einem leisen Seufzen gehorchte Taner und ihm wurde der Mantel angezogen, als ob er das nicht alleine gekonnt hätte. Jedenfalls, das Teil passte ihm und er war verdammt gemütlich!
Ein wenig zupfte der Junge daran herum.
„Stimmt etwas nicht mit dem Mantel? Ich finde optisch scheint er zu passen“, entgegnete Gerion nachdenklich und schien dabei jede seiner Bewegungen zu beobachten.
„Er passt auch“, meinte Taner und zupfte weiter an dem Mantel, er hatte so was bis jetzt nur in der Hand gehabt, wenn er es für jemanden gestohlen hatte. Die Qualität war wirklich sehr gut und aus dem Zupfen wurde ein prüfen des Materials. „Ich weiß nicht ob ich das annehmen kann und annehmen sollte.“ murmelte er nachdenklich zu sich selbst.
„Wieso denn nicht? Ich brauche ihn nicht mehr und du scheinst sehr zu frieren.“
„Das ist ganz einfach“ begann Taner recht sachlich zu erklären „ich komme aus der Gosse, das hier ist ein Prunkstück. Das hier steht manchmal auf meiner Liste der zu stehlenden Gegenstände. Ich könnte damit einige Rubine klar machen… oder wenn ich ihn trage wegen eben dieser Rubine umgebracht werden.“
„Das ist natürlich durchaus problematisch“, stimmte ihn Gerion zu.
Ach das war aber wirklich zu schade. Er mochte den Mantel, ihm wurde jetzt schon mollig warm darin und alleine der Gedanke so der Kälte entgehen zu können war mehr als verlocken. Das Teil reichte ihm auch fast bis auf die Füße, sein ganzer Körper wäre geschützt… aber… die Neidhammel würden ihm das Teil vom kalten Körper klauen. Der Besitz von so einem Teil konnte einem viele neue ''Freunde'' bescheren.
„Ich möchte dennoch das du ihn hast“, sprach Gerion nach einem Moment des Nachdenkens. „Ich kann ihn dir auch in eine große Tasche packen, die ich dann aber gerne wieder hätte. Benutze ihn einfach als Decke… oder wenn du in deinem Versteck frierst.“
„Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“, murmelte der Junge „ja, dass sollte gehen.“ Irgendwie freute er sich gerade richtig. Mit dem Teil könnte er auch bei den momentanen Temperaturen oben schlafen, während die anderen den Schutz des Feuers suchen mussten. Ein Grinsen huschte bei dem Gedanken über sein Gesicht.
„Sag Taner…“, begann der Magier zu sprechen und Taner drehte sich zu ihm um „es ist doch sicher für dich dort oder, also in deinem Versteck.“
„Natürlich ist es dort sicher, ich vertraue jedem einzelnen meiner Mitglieder, besonders meiner meinen beiden engsten Vertrauten. Einen von Ihnen hast du schon gesehen, Gan Merdes, der große Kerl welcher sich dir in den Weg gestellt hatte.“
„Ah der Hüne, ja ich erinnere mich nur zu gut an ihn, er passt auf dich auf?“ erkundigte sich der Mann neugierig und Taner nickte. „Ja, er kann da ziemlich aufdringlich sein… aber das ist in Ordnung.“
„Kümmert er sich auch darum, dass du auf dich aufpasst.“, erkundigte sich Gerion weiter.
„In wie fern? Ob er mich… bemuttert? Nein… das macht er nicht… ich kann sehr gut auf mich alleine aufpassen.“ meinte Taner und bemerkte dabei den skeptischen Blick des Magiers. Anscheinend glaubte er ihm nicht. Schweigend setzte sich dieser in Bewegung und ging an einen seiner Schränke und holte etwas heraus. Ein… Paar Socken. Oh… ja… das meinte er also mit aufpassen. Darauf konnte er doch gar nicht aufpassen! Woher sollte er denn so was nehmen? Er hatte doch nur ein wirkliches Paar… das andere war eine Ansammlung von Löchern in einem Fetzen Stoff.
„Die möchte ich dir schenken. Soweit ich dich heute kennen gelernt habe, sorgst du dich sehr um deine Leute, aber du musst auch auf dich selber achten. Deine Füße scheinen von der Kälte in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, noch ist es nicht schlimm, aber es kann sehr schnell schlimm enden mein Junge.“
Taner verschränkte die Arme „ich weiß, aber es ist jetzt nicht gerade so, dass ich etwas daran...“ in dem Moment wurde er mitten im Satz unterbrochen und halb auf einen Schemel geschubst, welcher in dem Raum stand. „HEY, was sollte das?!“ rief er erschrocken und Gerion ließ sich vor ihm nieder.
„Lass mich einmal schauen.“ prüfend tastete der Mann seine Füße ab und Taner hatte alle Mühe nicht loszulachen. Wenn er eines war, dann verdammt kitzelig unter den Füßen! Der Mann schien noch nichts von seiner Not zu bemerken… aber… wenn der nicht gleich… nein… nicht…
Als Gerion nicht damit aufhörte, musste er schließlich schallend loslachen „nicht! Aufhören!“
Taner merkte nicht einmal wie ihn der Mann erschrocken und irritiert zugleich anschaute, während er sich gerade noch so auf dem Schemel halten konnte.
„Verzeih, ich habe nicht damit gerechnet, dass du so kitzelig sein könntest.“ sprach der Magier und machte einfach weiter „einen kleinen Moment, ich bin gleich fertig.“
„Nicht… aufhören!“ flehte der Junge unter lautem lachen. Das war gemein, er wurde hier vorgeführt!
„Hm… nein so kann ich dich nicht nach hause lassen“ murmelte schließlich Gerion besorgt und ließ von seinen Füßen ab „du bleibst hier brav sitzen, ich hole was um deine Füße zu versorgen.“
Taner nickte nur und rang dabei nach Luft.
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Auf den Straßen der Stadt

Beitragvon Taner » Freitag 8. Februar 2019, 17:26

Noch immer hatte sich der Junge nicht vollends beruhigt, als sich die Tür zum Ankleidezimmer wieder öffnete. Gerion hatte eine große Schale mit dampfenden Wasser bei sich, sowie eine Umhängetasche. Die Schale stellte der Mann direkt vor Taner ab, welcher ihn interessiert anschaute.
„Was wird das?“ erkundigte sich der Dieb und zog dabei eine Augenbraue hoch.
„Ein Fußbad“, antworte der Magier stumpf, nahm die Füße die Jungen und stellte sie in das Wasser.
Für Taners Geschmack war es doch etwas zu heiß.
„Muss das so heiß sein?“ erkundigte er sich mit zusammengekniffenen Augen und zog die Füße wieder heraus.
„Nun… nein, wenn es dir zu heiß ist, dann warte noch etwas“ sprach Gerion, während er ein paar kleine Fläschchen aus der Tasche holte und den Inhalt in das Wasser goss.
„Falls du dich fragst was das ist, dass sind Kräuter… also der Saft von Kräutern. In der Kombination helfen sie bei der Wundheilung und diversen anderen Sachen.“
Diversen anderen Sachen? Warum gefiel es ihm gerade nicht, dass der Mann nicht ins Detail ging?
„Ah ha?“, hakte er nach.
„Es wäre zu früh es dir jetzt zu erklären, dir fehlen die Grundkenntnisse.“ erklärte der Magier und griff wieder nach den Füßen des Jungen, welcher sie aber wegzog.
„Nicht so schnell… ist das Zeug gefährlich? Erkläre mir was es macht!“
Gerion zog eine Augenbraue hoch „nun… gefährlich ist es nicht, so viel kann ich dir schon mal sagen. Was es genau macht… nun es hilft wie gesagt bei der Wundheilung. Es sorgt ebenfalls dafür, dass sich die Wunden an deinen Fuß nicht entzünden. Die Schwellungen sollten auch zurück gehen. Alles in Allem ein Rundumpaket.“
Taner stecke vorsichtig seine Füße in das Wasser, welches sich mittlerweile grün verfärbt hatte. Es fühlte sich angenehm an… ein wenig seifig.
„Nun wie fühlt es sich an?“ erkundigte sich Gerion grinsend.
„Gut“, antwortete er lächelnd und fing an seine Zehen im Wasser zu bewegen.
Dieses Abkommen schien mehrere Vorteile für ihn zu haben. Große Geschenke, kleine Geschenke und auch noch eine gesundheitliche Versorgung. Viel besser ging es kaum. Doch… die Erklärung seitens Gerion war recht einfach… kaum schwer zu verstehen. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass der Mann ihm nicht ganz die Wahrheit gesagt hatte, denn so eine Erklärung hätte er ihm gleich liefern können. So nun war er dennoch beunruhigt.
„Stimmt etwas nicht Junge?“, hakte der Magier besorgt nach.
„Nein, alles in Ordnung“, antwortete dieser knapp und schaute auf die grüne Flüssigkeit. Seine Freunde würden sich gewiss schon Sorgen um ihn machen, so lange wie er nun schon weg war.
Es vergingen ein paar Minuten des Schweigens, eine willkommene Abwechslung für Taner, da sollte dieser dann seine Füße aus dem Bad nehmen. Mit einem rauen Handtuch trocknete Gerion ihm dann auch noch die Füße ab, wobei Taner dann wieder vor Lachen fast vom Stuhl fiel. Das war nicht fair, das war einfach nicht fair! Nach dieser halben Folter schmierte der Magier ihm dann auch noch irgendeine Salbe auf die Füße, verband diese und zog ihm die Socken drüber.
„So, dass sollte helfen, ich wechsle den Verband dann morgen. Halte die Füße trocken und warm, dann wirst du keine Folgen davon tragen.“
Kichernd nickte der Dieb und stand langsam auf. Es war nicht sonderlich leicht mit den dicken Bandagen das Gleichgewicht auf Anhieb zu halten.
„Okay… daran muss ich mich erst gewöhnen“, murmelte er „danke für deine Hilfe, aber ich muss jetzt wirklich nach hause.“
„Sicher doch.“ sprach Gerion und brachte den Jungen wieder zum Hauseingang. Dort reichte er diesem eine große Tasche mit dem Mantel. „Keine Sorge, darin befindet sich auch das Geld welches ich dir versprochen habe. Pass also gut auf die Tasche auf.“
Taner nickte, schlüpfte schnell in seine Schuhe und zog sich seine Entschuldigung eines Umhanges über.
„Also… ich komme dann morgen zur Mittagszeit vorbei...“ seine Worte waren ein wenig von Unwohlsein erfüllt. Es war einfach nicht sein Ding sich in der Nähe von Magiern aufzuhalten. Jedoch… Geld… Essen… Versorgung allgemein. Andere würden dafür ihr alles tun, er wiederum fühlte sich schrecklich davon eingeschüchtert. Es war einfach ein Verlust seiner Freiheit. Durch diese… Ausbildung war er nun gezwungen sich an Zeiten zu halten und seinen Tag zu planen. Verdammt, er tat es für seine Bande… die würden das schon zu schätzen wissen. 5 Rubine pro Tag waren 5 Rubine mehr als sie normalerweise hatten. Hoffentlich würde nur aufgrund dieser ehrlichen Arbeit nicht sein Ansehen leiden.
So verließ er dann das Haus… zurück Richtung Heimat.
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Zurück in der Basis (Vilja)

Beitragvon Die Herrscher der Nacht » Sonntag 17. Februar 2019, 14:27

Vilja tappte nervös mit dem Fuß. Taner war schon viel zu lange in diesem Haus. Wie es dem Kleinen wohl gerade ging, ob er mit dem komischen Kerl klar kam? Die gesamte Zeit auf dem Weg hier her wurde sie von ihren Sorgen halb zerfressen. Ihr Boss war kein Mensch für lange Gespräche und auch nicht gerade wortgewandt.
Sie lehnte mit Gan Merdes zusammen an einer Hauswand, gut versteckt im Schatten einer Gasse. Hier pfiff ihnen zum einen der Wind nicht so um die Ohren und zum anderen konnte man sie hier schwerer entdecken. Schon gut eine Stunde lagen sie dort auf Lauer, als sich endlich die Tür des Hauses öffnete. Die Diebin atmete auf, als sie sah das es Taner war, welcher unbehelligt herauskam.
Wirklich glücklich wirkte der Kleine nicht, aber er war wieder auf freiem Fuße. Unaufmerksam wie er manchmal war, besonders dann wenn er mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt war und sich in Sicherheit wog, schritt er die Straße entlang, Richtung Heimat.
Schnell schlossen die Diebin und der bullige Kerl zu dem Jungen auf.
„Hey Boss, alles in Ordnung?“, erkundigte sich Gan Merdes rasch und Taner zuckte erschrocken zusammen.
„Was macht ihr denn hier?“, fragte er geschockt und schaute die beiden mit großen Augen an.
Vilija zog eine Augenbraue hoch „was wohl, wir wollten sehen das es dir gut geht, wer weiß was der Kerl mit dir hätte anstellen können.“
Der kleine Blödmann musste doch wissen, dass sie so reagieren würden.
„Hey Boss, was ist in der Tasche dort drin?“ Gan Merdes griff schon während er fragte in die Richtung von eben jener Tasche, welche seine Aufmerksamkeit geweckt hatte.
„Ein… Geschenk.“, entgegnete Taner knapp und zog die Tasche weg „geht euch nichts an.“
Na das war mal seltsam, der Kleine war selten so barsch ihnen beiden gegenüber.
„Warum so abweisend?“ hakte Gan Merdes nach und ging dabei ein paar Schritte auf Taner zu.
„Weil… einfach weil… lass mich… das Treffen war… anstrengend, okay...“ Taner wich ein paar Schritte zurück. Was nur war in dem Haus vorgefallen?
„Lass ihn Gan Merdes“, stärkte Vilja dem Kleinen den Rücken „wenn er drüber reden will, dann wird er es schon noch machen.“ … spätestens heute Abend, wenn sie Zeit hatte ihn alleine zu konfrontieren.

Den Rest des Weges legten sie schweigend zurück. Taner schritt neben ihnen her wie ein Häufchen elend und… leicht stolpernd. Irgendwas machte ihn recht unsicher in seinen Schritten. Was nur war in diesem Haus vorgefallen? So langsam keimten wieder die Sorgen in Vilja auf.
An ihren Heim angekommen, versuchte sich Taner so gut es ging an seinen Leuten vorbei zu schleichen, welche ihn aber sofort den Weg versperrten und mit Fragen löcherten, auf welche er eindeutig keine Lust hatte. Fast panisch zwängte er sich durch die Masse und floh schließlich ins Obergeschoss. Keiner der Gauner rannte ihm hinter her… wussten sie doch, dass sie gerade zu weit gegangen waren.
Vilja seufzte, was nur sollte sie jetzt tun? Da oben war es doch viel zu kalt für den Kleinen...
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Im Versteck

Beitragvon Taner » Sonntag 28. April 2019, 14:48

Die beiden waren aber auch aufdringlich und er konnte Vilija genau im Gesicht ansehen, dass sie sich große Sorgen machte. Zudem störte ihn Gan Merdes Neugierde und die Aufdringlichkeit seiner Leute.
Hier oben in seinem Zimmer, so kalt es gerade auch noch sein mochte, war ihm viel wohler.
Ruhe, die brauchte er gerade sehr dringend, musste er doch seine Gedanken ordnen.
Er hatte sich dazu breitschlagen lassen, der Schüler dieses komischen Kerls zu werden, für fünf Rubine am Tag. Fünf Rubine… was er damit alles anstellen konnte. In erster Linie zurücklegen, für schlechte Zeiten. Dabei war jeder Tag ein ''schlechter'' Tag. Erschöpft legte er sich in seine Hängematte, ohne Decke war es hier doch wirklich zu kalt. Ob er den Mantel herausholen sollte? Nein, es konnte nicht mehr lange dauern bis Vilija in sein Zimmer gestürmt kommen würde, ihn am Kragen packen würde und wieder in die Eingangshalle schleifen würde. Die kurze Zeit welche er hatte sollte er dennoch über ein paar wichtige Fragen nachdenken. Zum einen wie er seinen Vertrauten klar machen konnte, dass er nun so was wie Arbeit hatte, zum anderen… ja was eigentlich? Eigentlich gab es nur die eine große Sache welche es zu klären gab. Der Rest war vollkommen nebensächlich. Ob es ihm nun körperlich gut ging oder in Kakariko fiel ein Sack Mais um.
Taner streckte sich ausgiebig und schaute an die morsche Decke hoch.
Er hatte sowas von keine Lust den beiden davon zu erzählen, das war sein Problem, sein Problem ganz alleine.
In dem Moment wurde die Tür zu seinem Zimmer aufgeschlagen.
„Hallo Vilja“ kam ihm leise und genervt über die Lippen.
Er hörte wie die Frau auf ihn zukam, halb stampfend und im nächsten Moment lag der Junge auf dem Boden. Als Kommentar kam ihm nur ein genervtes Seufzen über die Lippen.
„Du kommst jetzt mit runter.“ brummte die Frau.
„Und dafür musstest du mich aus der Hängematte schmeißen?“ fragte er sauer.
„Hm nein… komm steh auf.“
Taner blickte irritiert zu ihr auf und stand dann vorsichtig auf. Plötzlich griff Vilja nach seiner Hand, gerade als er auf seinen Füßen stand.
„Habe ich mich doch nicht geirrt! Du bist wackelig auf den Beinen! Was ist passiert?!“ ihr Blick war ernst.
„Nichts“, antwortete Taner erschrocken und versuchte sich aus dem Griff der Frau zu befreien.
„Du bist schon auf dem Heimweg wackelig auf den Füßen gewesen! Also, was ist los?“ hakte die Frau nach. Taner zögerte. Sollte er der Frau davon erzählen was der komische Kauz gemacht hatte?
Ihr Blick war schon recht durchdringend und sie würde gewiss nachhaken bis sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten hatte. Vilja verschränkte die Arme, dass war kein gutes Zeichen. Die Zeit drängte, bald würde die Frau über ihn herfallen um auf unangenehme Weise herauszufinden was mit ihm nicht stimmte.
„Mir...“, begann er zögernd, wie stellte er das nun geschickt an?
„Nun meine Schuhe sind nicht ganz wasserdicht… dadurch sind meine Socken nass und… es ist kalt an den Füßen.“ HA! Gar nicht mal so schlecht, dachte er.
„Das ist nicht gut“, sprach die Frau besorgt „zeige mir bitte einmal deine Füße.“
„Geht nicht...“ murmelte er sich vor sich her „die sind bandagiert…“
„Bandagiert?“ Vilja war erschrocken „wer hat das gemacht? Du?“
„Nein… der Kerl wo ich heute war...“ so ganz wusste Taner nicht mehr was er sagen sollte. Er fühlte sich in den Ecke gedrängt. Über sowas sprach er wirklich nur sehr ungerne.
„Wieso hat er das gemacht?“ fragte die Frau nach, verständlicher Weise.
„… Keine Ahnung… Mitgefühl?“ Taner konnte es sich selber kaum erklären, aber es war nun einmal so. Vielleicht wollte er keinen verkrüppelten Schüler haben, das jedoch ging gerade Vilja herzlich wenig an.
„Zeig mir deine Füße!“ verlangte Vilja erneut und schubste ihn dabei halb in die Hängematte.
„Hey!“ beschwerte sich Taner, war aber gerade in keiner wirklich guten Lage sich zu verteidigen.
Als er versuchte aufzustehen, zog ihm die Frau schon die Schuhe aus „lass das!“ motzte er halb und versuchte seine Füße von ihr weg zu ziehen, was ihm leider nicht gelang.
„Zumindest scheint er ordentlich gewesen zu sein“ murmelte die Diebin vor sich her, als sie an seinen Füßen herumtastete. Indessen versuchte Taner nicht loszulachen… und war dabei sich zu überlegen was er nun machen sollte.
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